Nachhilfe für Polizisten im Internet

Die Schulung sei wichtig, die Prävention aber noch mehr

Polizisten sollen besser gegen Internet-Kriminalität geschult werden. Soziale Medien wie Facebook und Twitter seien eine Herausforderung, hiess es gestern am Forum für Innere Sicherheit in Bern. Für die Strafverfolgung im Internet seien technische Kenntnisse deshalb unbedingt notwendig. Die grössten Herausforderungen für die Polizei im Internet seien die Geschwindigkeit, die hohe Reichweite und die Anonymität.

Wichtig sei aber weiterhin auch die Prävention, sagt Stefan Blättler, Kommandant der Berner Kantonspolizei. Den Beamten fehle es häufig an Zeit und Personal und die Täter sitzen häufig im sicheren Ausland.

Sexepresser im Netz unterwegs

Im Kanton Wallis fielen allein in diesem Jahr 17 Personen auf sogenannte Sexpresser ein. Sie wurden dazu gebracht, sich vor der Kamera auszuziehen, worauf schliesslich Geld verlangt wurde, dass diese Bilder nicht veröffentlicht werden. Im Kanton Bern gab es im vergangenen Monat 70 Fälle dieser Art. Die Täter kommen häufig davon. Sie rät deshalb erstens dazu, niemals ein kompromittierendes Bild von sich selber zu verschicken. Solle es trotzdem dazu kommen, solle man auf keinen Fall den Lösegeldforderungen nachgeben.

Audiofiles

  1. Sexpressing macht Behörden zu schaffen. Audio: Rolf Blaser

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