Griechischer Finanzminister tritt ab

Yanis Varoufakis will Verhandlungen nicht behindern

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat seinen Rücktritt angekündigt, wenige Stunden nach dem Nein der Griechen zu den Sparvorgaben der internationalen Geldgeber. Damit will er die Chancen von Regierungschef Alexis Tsipras auf eine Einigung mit den Euro-Partnern verbessern, wie Varoufakis mitteilte.

Bei der Eurogruppe nicht mehr erwünscht

Kurze Zeit nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der Volksabstimmung sei er aus Kreisen der Eurogruppe darauf hingewiesen worden, dass es eine "gewisse Präferenz" gebe, dass er bei den Beratungen der Eurogruppe nicht mehr zugegen sei, schrieb Varoufakis in seinem Blog.

Rücktritt via Twitter verkündet

"Ich werde die Abscheu der Gläubiger mit Stolz tragen", schrieb Varoufakis auf seinem Blog, nachdem er den Rücktritt auf Twitter verkündet hatte. Erst am Samstag hatte Varoufakis in einem Interview den Geldgebern "Terrorismus" vorgeworfen und sie beschuldigt, auf ein Ja bei der Volksabstimmung zu drängen, um die Griechen "weiter demütigen" zu können.

Sein Rücktritt könne Ministerpräsident Alexis Tsipras möglicherweise helfen, eine Vereinbarung mit den Geldgebern zu erreichen. "Aus diesem Grund verlasse ich das Finanzministerium heute", erklärte Varoufakis.

Audiofiles

  1. Griechenland nach dem Nein - Varoufakis tritt zurück. Audio: Radio Pilatus AG

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