In Zukunft mehr Zeit beim Umsteigen?

Studie zeigt: Rentner benötigen bis zu 40 Prozent mehr Zeit

Doppelstöckiger Zug der SBB

Weil in den nächsten 15 Jahren immer mehr Rentner mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein werden, prüft die Bahn eine Anpassung des Fahrplans. Denn: ältere Passagiere brauchen deutlich länger zum Umsteigen.

Laut der Studie des Bundesamts für Verkehr steigt der Anteil der Rentner bis zum Jahr 2030 um rund zwei Drittel. Die Studie zeigt weiter, dass die heutigen Umsteigezeiten für viele Rentner zu knapp bemessen sind. Die Umsteigezeiten müssten um 30 bis 40 Prozent verlängert werden.

Alledings würde diese Anpassung das ÖV-System in der Schweiz mit seinen Anschlüssen aus dem Takt bringen. Deshalb benötige es noch weitere Massnahmen, beispielsweise bessere Orientierungshilfen in Bahnhöfen oder eine Lenkung der Passagiere durch Billetpreise auf Randzeiten.

Eine weitere mögliche Massnahme sei die Verdichtung des ÖV-Angebots, so die Studie weiter. Wenn mehr Züge fahren, bestehen mehr Möglichkeiten für schnelle und langsame Umsteiger. Allerdings sei diese Variante vielerorts zu kostspielig.

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