Immer mehr Asylgesuche in der Schweiz

Die meisten Flüchtlinge stammen aus Eritrea

Im ersten Halbjahr 2015 sind in Europa fast 70 Prozent mehr Asylgesuche registriert worden als noch vor einem Jahr. Auch in der Schweiz stiegen die Zahlen stark an. Von April bis Ende Juni wurden fast 7400 Gesuche registriert; 2000 mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.  

Asylzentren im Kanton Luzern sind voll

Die Asylgesuche im Kanton Luzern haben seit Mai drastisch zugenommen, sagt Simon Gerber, Stellvertretender Asyl- und Flüchtlings-Koordinator des Kantons Luzern. Die bestehenden Asyl-Zentren müssten daher Ihre Kapazitäten ausbauen. Schulungsräume werden zu Schlafräumen umgebaut und die einzelnen Zimmer werden mit zusätzlichen Betten ausgerüstet, so Gerber. Während von Januar bis April monatlich 30 bis 90 Asylgesuche registriert wurden, seien es im Mai 130, im Juni bereits 170 gewesen, so Gerber weiter. 

Die beiden grossen Asylzentren Sonnenhof und Hirschpark seien bereits um bis zu 60 Prozent überbelegt, Ausserdem müssten au die Notunterkünfte in Dagmersellen, Willisau und Luzern in den nächsten Tagen und Wochen in vollbetrieb genommen werden, so Gerber.

Wie das Staatssekretariat für Migration mitteilt, ist die Zunahme in erster Linie auf den Anstieg der Asylgesuche eritreischer Staatsangehöriger zurückzuführen, die über das Mittelmeer Süditalien erreicht hätten. 

 

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