Die meisten Touristen kommen trotz Frankenstärke in die Schweiz

Die Hotelübernachtungen sanken im ersten Halbjahr 2015 nur um 0,6 Prozent

Touristen fotografieren die Kapellbrücke in der Stadt Luzern.

Die Schweizer Hotels haben im ersten Halbjahr 2015 die Frankenstärke zu spüren bekommen. Jedoch weit weniger stark als erwartet. Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Januar gingen die Übernachtungen bei den Hotels im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,6 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte. Insgesamt gab es von Januar bis Ende Juni 17 Millionen Logiernächte. Das sind 109'000 weniger als vor einem Jahr.

Deutsche blieben fern, dafür kamen mehr Chinesen

Deutlich gesunken ist demnach aber die Zahl der Übernachtungen von Touristen aus Europa. Diese nahm um 8 Prozent ab. Vor allem die Deutschen blieben fern. Deutschland verbuchte mit einem Minus von 198'000 Übernachtungen die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Das sind 9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dagegen machten die Asiaten einen Teil des Rückgangs wett. Die Zahl der Übernachtungen von Asiaten stieg um 16 Prozent. Besonders die Chinesen kamen zahlreicher. Hier kletterten die Übernachtungszahlen um ein Drittel.

Region Luzern verschont

Die Region Vierwaldstättersee bekam den Frankenschock jedoch nicht zu spüren. Die Übernachtungen stiegen gar um 6 Prozent.

Audiofiles

  1. Mehr Gäste trotz starkem Franken. Audio: Tommy Durrer

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