Obwaldner Regierung will Erbschaftssteuer abschaffen

Der Kanton hofft auf Mehreinnahmen

Jahresbericht der Meldestelle für Geldwäscherei: Drei Milliarden Franken verdächtige Vermögen gemeldet.

Die Obwaldner Regierung heizt den Steuerwettbewerb in der Zentralschweiz wieder an: Sie will die Erbschaftssteuer 2017 abschaffen. Auch die Schenkungssteuer soll reduziert werden. Durch die Ansiedlung Vermögender hofft die Regierung unten dem Strich auf Mehreinnahmen. 

Vermögende sollen angelockt werden

Der Regierungsrat des Kantons Obwalden hat eine Teilrevision des Steuergesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Er will damit die Attraktivität des Kantons für zuziehende Vermögende steigern. Bereits heute verzichtet Obwalden bei Erbschaften und Schenkungen im engeren Familienkreis auf eine Erbschaftssteuer. Nun soll diese auch bei Onkeln, Tanten, Neffen, Nichten und Dritten abgeschafft werden. Die Regierung rechnet bei der Abschaffung der Erbschaftssteuer mit Ausfällen von rund 800'000 Franken bei Kanton und Gemeinden. Aufgrund der gesteigerten Attraktivität und der damit verbundenen Zuzügen von Vermögenden geht sie aber davon aus, unter dem Strich mehr Steuereinnahmen zu machen.

Reduzierung der Schenkungssteuer

Schenkungen an selbstständig Erwerbende oder für eine Unternehmensfortführung sollen von der Schenkungssteuer befreit werden. Im Übrigen sollen Schenkungen neu bis 20'000 und nicht nur bis 5'000 Franken von der Steuer befreit werden. Als Variante stellt die Regierung in der Vernehmlassung auch die Änderung bei der Schenkungssteuer ohne Abschaffung der Erbschaftssteuer zur Diskussion.

Die Vernehmlassung dauert bis Ende Oktober. Das Obwaldner Kantonsparlament soll sich im Frühjahr 2016 mit der Vorlage befassen.

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