Zuger Sex-Affäre vorerst eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat keine Anhaltspunkte für eine Schändung gefunden

Jolanda Spiess-Hegglin Markus Hürlimann, SVP.

Die sogenannte Zuger Sex-Affäre hat ein vorläufiges Ende gefunden. Die Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchungen gegen den SVP-Politiker Markus Hürlimann eingestellt. Die eingereichten Beweisanträge der Grünen Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin wurden abgelehnt. Der SVP-Politiker erhält eine Entschädigung, weil er einen Tag in Untersuchungshaft verbrachte. Der Entscheid ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Er kann noch an das Obergericht weitergezogen werden.

Trotzdem noch nicht abgeschlossen

Abgeschlossen ist die Sache aber ohnehin noch nicht. SVP-Kantonsrat Hürlimann hatte nämlich am 1. April seine Gegenspielerin ebenfalls angezeigt. Er beschuldigt die 34-Jährige der Verleumdung und der üblen Nachrede. "Dieses Verfahren läuft immer noch", sagte Schlatter. Spiess-Hegglin hatte Hürlimann sexuelle Übergriffe an einer Wahlfeier vorgeworfen. Er soll die Kantonsratskollegin mit K.-O.-Tropfen gefügig gemacht und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt haben.

Hürlimann bestritt die Vorwürfe immer

Der Angeschuldigte hatte dies stets in Abrede gestellt. Es sei zu einer Annäherung gekommen, aber einvernehmlich, hatte er beteuert. Eine rechtsmedizinische Untersuchung hatte bei Spiess-Hegglin DNA-Spuren des SVP-Politikers nachgewiesen.

Kommentieren

comments powered by Disqus