Luzerner Kantonsparlament lehnt neues Sexgesetz ab

Mit dem Gesetz hätten die Arbeitsbedingungen der Prostituierten verbessert werden sollen

Im Kanton Luzern gibt es kein neues Gesetz über die Sexarbeit. Das Luzerner Kantonsparlament hat nach einer heftigen Debatte das Gesetz mit 61 zu 51 Stimmen abgelehnt. Es sprach sich damit gegen eine Registrierung von Prostituierten im Kanton Luzern aus, wie es die Regierung wollte. Für das Gesetz stimmten neben der SP auch teile der CVP.

Mit dem Gesetz über die Sexarbeit sollten die Bordellbetreiber stärker in die Pflicht genommen und die Arbeitsbedingungen der sich prostituierenden Personen verbessert werden. Ein weiteres Ziel war die Bekämpfung der Schwarzarbeit und der negativen Auswirkungen dieses Gewerbes auf die Bevölkerung. Das Gesetz war noch von der zurückgetretenen Regierungsrätin Yvonne Schärli ausgearbeitet worden und war von Anfang an umstritten.

Mit dem Nein des Kantonsparlament erhält der Kanton Luzern kein neues Gesetz über die Sexarbeit. Die FDP-Fraktion kündigte aber bereits  einen neuen Vorstoss an. Damit sollen gewisse geforderte Punkte in bestehende Gesetze integriert werden.

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  1. Das Luzerner Kantonsparlament will kein neues Sexgesetz. Audio: Carmen Zettel

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