LU: Diskussion über 80 Millionen NFA-Gelder

Für die meisten Parlamentarier die Folge der Steuerpolitik

Das Luzerner Kantonsparlament Der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann

Dass der Kanton Luzern im kommenden Jahr fast 80 Millionen Franken weniger aus dem Nationalen Finanzausgleich NFA erhält, hat im Kantonsparlament teilweise für Kritik gesorgt.

Die CVP-Fraktion zeigte sich überrascht, dass die millionenschweren Mindereinnahmen erst vor zwei Monaten bekannt wurden.

Anders tönte es bei der FDP. Es sei sinnvoll, weniger Geld aus dem NFA zu erhalten. FDP-Parlamentarierin Irene Keller stellte fest, ein gesunder Kanton müsse vom Finanzausgleich wegkommen. Ziel könne es nicht sein, möglichst viel Geld zu erhalten.

Die Folge der Luzerner Steuerstrategie

Für die Linke ist der rapide Ausfall Folge einer Steuerstrategie, die sich nicht auszahle. David Roth von der SP sagte, jede Firma, die wegen den tiefen Steuern von einem anderen Kanton nach Luzern ziehe, stärke das Luzerner Ressourcenpotential und schwäche das des früheren Standortes.

Die Millionen fehlen irgendwo

Luzern erhält im kommenden Jahr immer noch rund 250 Millionen Franken aus dem NFA. Trotzdem: Ein Teil der wegfallenden 80 Millionen Franken muss im nächsten Budget vermutlich wieder irgendwo zusammengestrichen werden.

Audiofiles

  1. Luzerner Diskussion über 80 Millionen Franken NFA-Gelder. Audio: Urs Schlatter

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