Zuger Linke wollen verlorenen Sitz zurückerobern

Eidgenössische Wahlen im Kanton Zug

Die Fahne des Kantons Zug.

Die beiden Ständerats- und die drei Nationalratssitze des Kantons Zug sind derzeit von CVP, FDP und SVP besetzt. Diese bürgerliche Vormachtstellung wollen die Linken mit vereinten Kräften brechen. Abgesehen haben sie es auf den vor vier Jahren an die FDP verlorenen Nationalratssitz.

(sda) Wahlen im Kanton Zug sind immer für Überraschungen gut. Vor vier Jahren wurden unerwartet Josef Lang (Alternative - die Grünen) und Marcel Scherrer (SVP) als Nationalräte abgewählt. Lang verlor seinen Sitz an den Freisinnigen Bruno Pezzatti und Scherrer musste seinem Parteikollegen Thomas Aeschi Platz machen. Erklärtes Ziel der Linken ist es, der FDP am 18. Oktober den Sitz wieder abzujagen. Alternative - die Grünen (ALG), SP und die Piratenpartei haben sich deshalb zu einem Zweckbündnis zusammengerauft. Der angestrebte Sitzgewinn dürfte für die vereinigte Linke dennoch schwierig werden.

Gegen einen linken Sitz spricht, dass CVP und FDP erneut gemeinsam antreten. Dieser Listenverbindung verdankte Pezzatti schon vor vier Jahren seine Wahl. Diesmal haben die beiden bürgerlichen Parteien auch noch die Grünliberalen mit im Boot. Die beiden andern bisherigen Nationalräte Thomas Aeschi (SVP) und Gerhard Pfister (CVP) treten erneut an. Beide dürften die Wiederwahl problemlos schaffen. Insgesamt steigen für die drei Zuger Nationalratssitze 50 Kandidatinnen und Kandidaten auf 17 Listen ins Rennen – deutlich mehr, als vor vier Jahren.

Ständeratswahlen: CVP hofft auf Peter Hegglin

Bei den Ständeratswahlen tritt der 64-jährige Joachim Eder (FDP) wieder an. Der ehemalige Gesundheitsdirektor strebt eine zweite Amtszeit in der kleinen Kammer an. Seine Wiederwahl dürfte unbestritten sein. Die CVP muss Peter Bieri ersetzen, der nach 21 Jahren zurücktritt. Mit dem 54-jährigen Regierungsrat Peter Hegglin schickt die Partei ein politisches Schwergewicht ins Rennen. Hegglin ist seit 2003 Finanzdirektor und seit 2013 Präsident der Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren. Bei den Regierungsratswahlen erzielte er jeweils Spitzenresultate. Der Einzug in den Ständerat bereits im ersten Wahlgang wäre keine Überraschung.

Durchsetzen muss sich der CVP-Kandidat gegen Manuel Brandenberger, Chef der SVP-Kantonsratsfraktion, Barbara Gysel, Präsidentin der SP-Kantonalpartei, sowie Andreas Lustenberger, der als grosse Nachwuchshoffnung der ALG gilt. Ohne Chance ins Rennen geht Stefan Thöni von der Piratenpartei.

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