Immer mehr Rekurse zu Asylentscheiden

Bundesverwaltungsgericht bekam im September über 600 Rekurse

Das Bundesverwaltungsgericht bekommt immer mehr Rekurse von Asylentscheiden. Wie der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Jean-Luc Baechler gegenüber zwei Westschweizer Zeitungen sagte, haben die Fälle in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Im Schnitt muss sich das Gericht derzeit pro  Monat mit bis zu 400 neuen Rekursen befassen.

Staatssekretariat für Migration baut seine Pendenzen ab

Im vergangenen Monat waren es gar über 600 Fälle die zum Bundesverwaltungsgericht kamen, so Baechler weiter. Grund für die starke Zunahme seien einerseits, dass mehr Menschen einwandern und andererseits, dass das Staatssekretariat für Migration seine Pendenten Asylfälle schnell abarbeitet. Dies dank zusätzlichem Personal.

Wegen der starken Zunahme der Rekurse gelangt nun aber auch das Bundesverwaltungsgericht an seine Grenzen. Wie Jean-Luc Baechler sagte, muss das Bundesgericht sich nun ebenfalls überlegen, vorläufig zusätzliches Personal einzustellen. Sollten die Rekurse weiterhin auf diesem hohen Nievau bleiben, würde man mit dem jetztigen Personal nicht nachkommen, die Fälle abzuarbeiten. 

In diesem Jahr landeten bislang über 4000 Rekurse zu Asylentscheiden beim Bundesverwaltungsgericht. Schweizweit wurden alleine zwischen Juli und September bislang gut 12'000 Asylgesuche gestellt. Das sind 60 Prozent mehr als noch im zweiten Quartal dieses Jahres.

Kommentieren

comments powered by Disqus