Rechtsrutsch im Nationalrat ist Tatsache

Absolute Mehrheit für die rechtsbürgerlichen Parteien

Der im Vorfeld der Wahlen viel diskutierte Rechtsrutsch ist eingetroffen. Die Bürgerlichen können durchs Band zulegen. So hat die SVP im Nationalrat 11 Sitze dazugewonnen. Die FDP verzeichnet deren 3. Klar ist auch, wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. So müssen die Grünliberalen einen deutlichen Verlust hinnehmen. Jana Angelina Moser, GLP-Fraktionschefin gibt offen zu:“ Wir haben uns aufgrund der eingegangenen Listenverbindungen erhofft, die Sitze halten zu können. Der Verlust ist daher natürlich enttäuschend.“ Des einen Leid ist des anderen Freud könnte man so schön sagen. Adrian Amstutz, Fraktionschef der SVP, erfreut sich über die neue Situation im Parlament.

Im Nationalrat gibt es damit erstmals seit 90 Jahren wieder eine rechtsbürgerliche Mehrheit mit FDP, SVP, Lega und MCR.

Offen ist noch ob es auch im Ständerat einen Rechtsrutsch gibt. 19 von 46 Ständeratssitze werden in einem zweiten Wahlgang vergeben. Die SVP ist aber auch im Stöckli auf Kurs. Ihre fünf bisherigen Sitze konnte die Partei bereits bestätigen. Im Kanton Schwyz konnten die SVP-Vertreter Peter Föhn und Alex Kuprecht ihre Sitze im Stöckli gar mit einem Glanzresultat bestätigen. Sie hatten beide gut doppelt so viele Stimmen erhalten als die zwei Konkurrenten der CVP, welche einen Sitz erobern wollten.

Prominent sein schützt vor Abwahl nicht

Auch wenn die meisten Leute nach Parteien wählen, es kommt auch immer auf die eigene Person an, ob eine Wahl geschafft wird oder nicht. Dazu reicht oftmals ein prominenter Name alleine nicht aus, wie im Kanton Zürich SVP-Mann Christoph Mörgeli schmerzhaft erfahren musste. Er wurde nämlich auf Kosten seines Parteikollegen Roger Köppel abgewählt.

Im Kanton Schwyz gab es ebenfalls ein prominentes "Opfer". Der bisherige SP-Fraktionschef im Bundeshaus, Andy Tschümperlin wurde als Nationalrat abgewählt. Der Sitz ging an Marcel Dettling von der SVP.

Trotz der mehrheitlichen Sitzverluste gibt es für die Linken auch Positives zu berichten. So schaffte im Kanton Zürich Daniel Jositsch im ersten Wahlgang den erfolgreichen Sprung nach Bern.

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Audiofiles

  1. erster Überblick der Wahlen. Audio: Rolf Blaser
  2. Reaktionen und Fazite. Audio: Franziska Boser

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