Fall Ignaz Walker: Staatsanwalt wehrt sich gegen Vorwürfe

"Vorwürfe überschreiten eine Grenze"

Der Tatort in Erstfeld vor der Schuss-Rekonstruktion

Der Staatsanwalt im Fall des Urner Barbetreibers Ignaz Walker wehrt sich gegen Vorwürfe einen Hauptzeugen gedeckt zu haben. Die Sendung Rundschau des Schweizer Fernsehens hatte vergangene Woche den Staatsanwalt beschuldigt, bewusst den Aufenthaltsort eines Hauptzeugen verschwiegen zu haben, obwohl ihm dieser bekannt gewesen sein soll.

Beim Hauptzeugen handelt es sich um einen Holländer, welcher inzwischen verstorben ist. Ignaz Walker soll auf diesen geschossen haben. Durch eine DNA-Spur auf der Hülse wurde Walker in einem ersten Prozess verhaftet. Das Bundesgericht wies den Fall jedoch zurück ans Urner Obergericht, mit der Begründung, dass diese DNA-Spur nicht zulässig sei. Später soll Walker dann auch noch einen Auftragkiller auf seine damalige Frau angesetzt haben.

Auch in diesem Teil des Prozesses gibt es diverse offene Fragen. Die Frau hatte das Attentat in Erstfeld schwer verletzt überlebt. Der Attentäter sitzt seit längerem hinter Gittern. Allerdings bestreitet Ignaz Walker etwas mit dem Attentat zu tun haben. In einem Rundschau-Beitrag stützte dann auch der Attentäter diese Aussage. Er sagte damals Walker hätte nichts mit dem Attentat zu tun. 

Der Fall wird derzeit erneut vor dem Urner Obergericht behandelt. Der Prozess dauert noch mehrere Tage.

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