Vernetzt: NASA muss bald 80-jährigen Programmierer ersetzen

Assembler-Programmierer welcher mit nur 64 KB Speicher umgehen kann im Vorteil

Illustration der Sonde Voyager 1, welche 1977 gestartet ist und mittlerweile unser Sonnensystem verlassen hat.

Die beiden Raumsonden Voyager 1 und 2 sind 1977 in Cape Canaveral gestartet und seither senden sie unermüdlich Daten aus dem Weltall zur Erde. Voyager 1 hat dabei mittlerweile die astronomischen Grenzen unseres Sonnensystems verlassen und befindet sich rund 20 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die Bordsysteme sind in Assembler programmiert und bieten gerade mal 64 KB Speicher. Eine Herausforderung, deren nicht mehr viele Prorammierer gewachsen sind. Einer von Ihnen ist der mittlerweile 80-jährige Larry Zottarelli, welcher bereits bei der Entwicklung der Raumsonden an Bord war. Für ihn braucht die NASA in naher Zukunft Ersatz. Zottarelli möchte nämllich dann doch mal noch in Rente gehen.  Die beiden Raumsonden arbeiten bereits heute einiges länger als geplant, genauso wie Zottarelli.

Voyager 10 Jahre weiterbetreiben

Die NASA würde die Sonden gerne noch ca. 10 Jahre weiterbetreiben. Da sie aber inzwischen derart weit von der Sonne entfernt sind, muss deren Stromverbrauch optimiert werden. Dazu müsste der Stromverbrauch der einzelnen Funktionen gemessen werden und dann verzichtbare Funktionen ausgeschaltet werden. Das wäre eine der Aufgaben von Zottarellis Nachfolger. Dazu braucht es neben der Fähigkeit in Assembler zu programmieren auch etwas Geduld. Ein Befehl an den Computer in den Raumsonden braucht nämlich 17 Stunden bis er ankommt. Gleich lange dauert dann die Antwort.
 

Audiofiles

  1. Vernetzt: NASA sucht alten Programmierer. Audio: Liliane Küng und Boris Macek

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