Höhere Sicherheitskosten für den FC Luzern

Kanton Luzern und der FCL verteilen die Kosten neu

FCL-Präsident Ruedi Stäger (links) und Paul Winiker, Justiz- und Sicherheitsdirektor des Kantons Luzern

Der FC Luzern beteiligt sich ab dem neuen Jahr mit 870'000 Franken an den Sicherheitskosten. Das sind 300'000 Franken mehr als bisher.

Der Kanton Luzern hat aufgrund des neuen Polizeigesetzes die Aufteilung der Sicherheitskosten mit dem FC Luzern neu verhandelt. Ab dem neuen Jahr wird der FC Luzern 300'000 Franken mehr und somit insgesamt 870'000 Franken der Sicherheitskosten übernehmen. Der Anteil des FCL beläuft sich damit auf rund 80% der gesamten Sicherheitskosten.

Wie Ruedi Stäger, Präsident des FC Luzerns sagt, trifft dieser Entscheid die Finanzen des Fussballklubs hart. Man habe jedoch die Möglichkeit, die Kosten noch um 200'000 Franken zu senken. Dazu müssen Sicherheitsauflagen in und um das Stadion erfüllt werden. Seit 4 Jahren hat es gemäss Ruedi Stäger im Stadion keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben. Was ausserhalb des Stadions und vorallem auf dem Weg zwischen Bahnhof und Luzerner Allmend geschieht, könne seitens des FCL allerdings nur bedingt beeinflusst werden. Man hofft dennoch auf wenige bis gar keine Zwischenfälle, so dass der gesamte Bonus vom Kanton ausbezahlt wird.

Es handelt sich bei der neuen Vereinbarung um ein sogenanntes dynamisches System. Damit werden jedes Jahr aufs Neue die Kosten beurteilt. Basis dieser Berrechnung sind jeweils die geleisteten Polizeistunden. Das heisst, wenn es während einem Jahr ruhig verläuft und die Polizei ihr Aufgebot begrenzt aufbieten muss, sinken im kommenden Jahr die Sicherheitskosten für den FC Luzern automatisch. Natürlich auch andersrum: Wenn die Polizei ihre Präsenz verstärken muss und mehr im Einsatz steht, schlägt sich dies in den Kosten fürs kommende Jahr nieder.

Im schweizweiten Vergleich liegt der FCL mit seinen Sicherheitskosten an der Spitze. Gemessen pro Zuschauer bezahlt der FCL pro Spiel rund 5 Franken Sicherheitskosten. Im Vergleich: Der FC Basel zahlt lediglich 1.50 Franken pro Zuschauer, YB in Bern sogar nur 1.30 Franken. FCL-Präsident Ruedi Stäger hofft darauf, dass sich die Fans künftig friedlich verhalten und auf einen fairen Sport ohne Gewalt konzentrieren. Und dass damit auch der Anteil an den Sicherheitskosten für den FCL wieder sinken.

Audiofiles

  1. FCL muss noch mehr Sicherheitskosten zahlen. Audio: Philipp Breit

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