FCL-Fanarbeit streichen ist kontraproduktiv

Luzerner Stadtparlament lehnt Vorstoss der CVP klar ab

Hooligans (Symbolbild) Zerstörte Telefonkabine beim Bahnhof Luzern: Hooligans richteten grossen Schaden an.

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  1. Keine härteren Strafen für Hooligans in der Stadt Luzern. Audio: Urs Schlatter

Ausschreitungen bei Spielen des FC Luzern kann man nie komplett verhindern. Das Luzerner Stadtparlament hat einen Vorstoss der CVP abgelehnt, welche harte Strafen bei weiteren Ausschreitungen verlangte.

Gefordert wurde unter anderem, die städtischen Beiträge an die Fanarbeit zu streichen. Diese Forderung sei völlig kontraproduktiv, so SP-Parlamentarierin Esther Burri: "Da haut es mir den Nuggi raus. Das wäre etwa das Gleiche, wie wenn man die Beiträge an die Tabakprävention streichen würde, weil immer noch so viele Jugendliche rauchen."

An die Verhältnismässigkeit appellierte der städtische Sicherheitsdirektor Adrian Borgula. Das gelte auch bei den Auswärtsfans. Konsequent die Fanmärsche durch die Luzerner Innenstadt zu verbieten, sei schwierig. Wenn man beispielsweise 800 Fans des FC Basel einfach zwingen würde, die Busse zu benutzen, dann widerspreche dies auch dem Konzept der Polizei uns sorge für eine Eskalation der Lage.

Auslöser für den CVP-Vorstoss waren die Ausschreitungen vom vergangenen Pfingstmontag nach dem Spiel Luzern gegen den FC Zürich.

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