Andermatt Swiss Alps AG mit Millionenverlusten

Unterlagen zu 40 Millionen-Anleihe-Emission zeigen finanzielle Details

Visualisierungen des neuen Hotels in Andermatt Das Apartementhaus Gemse.

Die Andermatt Swiss Alps AG hat im vergangenen November über eine Anleihe 40 Millionen Franken am Kapitalmarkt aufgenommen. Aus den Unterlagen zu dieser Anleihe geht nun hervor, dass das Ferienresort in Andermatt seit 2013 ständig Verluste in Millionenhöhe macht. Dies berichtet die Nachrichtenagentur SDA.

Zählt man die Verluste der Jahre 2013, 2014 und des ersten Halbjahres 2015 zusammen, dann sind das über 50 Millionen Franken, welch die Andermatt Swiss Alps AG verloren hat. Allerdings ist Andermatt ein Gesamtprojekt, welches erst richtig laufen dürfte, wenn es fertig gebaut ist.

Wirtschaftsprüfer zweifeln am Projekt

Im Finanzbericht der Wirtschaftsprüfer zu den jeweiligen Jahresabschlüssen kann man allerdings lesen, dass sie Zweifel hätten, dass das Projekt je richtig zu laufen komme. Grundsätzlich wird sogar die langfristige Fortführung des Unternehmens in Frage gestellt.

Aus den Unterlagen zur 40-Millionen-Anleihe geht zudem hervor, dass auch das Luxushotel „Chedi“ in Andermatt nur mässig läuft. Die Auslastungsquote sei deutlich unter jener, die in der Luxushotellerie üblich seien, heisst es.

Andermatt Swiss Alps AG vom Ergebnis nicht überrascht

Auf Anfrage von Radio Pilatus erklärte Markus Berger, Mediensprecher von Andermatt Swiss Alps AG, dass diese Ergebnisse nicht überraschen. Andermatt sei schliesslich ein Entwicklungsprojekt und dies produziere anfänglich eben Verluste. Zudem sei es die Aufgabe der Wirtschaftsprüfer, alle Risiken zu benennen, und in der Aufbauphase des Projekts gebe es klar noch viele Fragezeichen. Das gesamte Resort habe eine Dimension von 15 bis 25 Jahren, bis es schliesslich rentiere. Beim Luxushotel „Chedi“ sei man trotz Verlusten bereits jetzt deutlich vor dem Business-Plan.

 

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