Keine Spitalkosten für Komatrinker

Nationalrat lehnt SVP-Vorstoss ab

Notfallbehandlungskosten im Spital müssen nicht von Komatrinkern übernommen werden

Wer sich ins Koma trinkt, soll die Kosten für die Notfallbehandlungen im Spital selber übernehmen. Das gleiche gilt für Personen, welche mit einem Drogenrausch eingeliefert werden. Dies forderte eine Initiative von alt Nationalrat Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) von 2010. Nun hat sich aber der Nationalrat dagegen ausgesprochen. Somit werden diese Kosten auch künftig von den Krankenkassen getragen. Auch der Bundesrat hat sich gegen diesen Vorstoss ausgesprochen, vor allem darum, weil man Probleme bei der Umsetzung und der klaren Abgrenzung sah.

2012 wurden rund 12'000 Personen wegen übermässigem Akoholkonusm notfallmässig im Spital behandelt. Die Kosten für eine solche Notfallbehandlung variieren je nach Kanton.

Audiofiles

  1. Kostenverteilung bei Komatrinker. Audio: Matthias Strasser

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