Seewen: Asylunterkunft bereits ab Frühling?

Bund prüft temporäre Nutzung bis zur Eröffnung des Bundeszentrums

Wegen der angespannten Lage im Asylwesen prüft der Bund, ob auf dem Areal Wintersried in Seewen schon im Frühling 2016 Asylsuchende untergebracht werden können. Dies temporär, bis dann im Frühling 2018 das Bundes-Ausreisezentrum in einem Neubau eröffnet wird. Das hiess es beim Staatssekretariat für Migration auf Anfrage von Radio Pilatus.
Der Bund hatte am Mittag mitgeteilt, dass eines der dauerhaften Ausreisezentren für die Region Zentral- und Südschweiz in Seewen - auf dem Areal Wintersried - errichtet werden soll. 

Auf den Standort Seewen hätten sich Bund und Gemeinde geeinigt, hiess es beim Staatssekretariat für Migration weiter. Der Kanton Schwyz hingegen will nicht, dass dieses Ausreisezenter für Asylsuchende in Seewen errichtet wird. Der Standort eigne sich nicht, sagte Regierungsrat Kurt Zibung. Die wirtschaftliche Entwicklung werde dadurch beeinträchtigt. Der Kanton Schwyz suche nun noch das Gespräch mit dem Bund. Laut dem Staatssekretariat für Migration dürfte sich am Entscheid allerdings nichts mehr ändern. Das Gelände gehört dem Bund und diente bis September 2015 als Standort der Militärpolizei. 

Das Bundes-Ausreisezenter für Asylsuchende stellt sicher, dass Asylsuchende, die kein Asyl erhalten, direkt in ihre Herkunfstsstaaten zurückgeführt werden. Als Kompensation für das Bundeszentrum werden dem Kanton Schwyz dafür durch den Bund künftig weniger Asylsuchende zugeteilt, heisst es in einer Mitteilung des Staatssekretariats für Migration.

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