München: IS soll Anschläge geplant haben

Zwei Bahnhöfe am Silvesterabend evakuiert

Die bayerische Hauptstadt München.

In der deutschen Stadt München sollen IS-Terroristen in der Silvesternacht Anschläge geplant haben. Nach entsprechenden Hinweisen von Nachrichtendiensten evakuierte die Polizei deshalb gestern Abend kurz vor Mitternacht zwei Bahnhöfe und rief die Bevölkerung per Twitter auf, grössere Menschenmassen zu meiden.

Betroffen waren der Hauptbahnhof in München sowie der Bahnhof Pasing. Rund 550 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um die Bahnhöfe zu evakuieren und zu sichern. Inzwischen sind beide Bahnhöfe wieder freigegeben und die Züge verkehren nach Fahrplan.

Die Hinweise auf Anschläge seien konkret gewesen, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Man habe deshalb kein Risiko eingehen können. Laut den Hinweisen hätten sich fünf bis sieben Attentäter an verschiedenen Orten in die Luft sprengen wollen. Es soll sich bei ihnen um Iraker handeln. Trotz intensiver Ermittlungen seien die Informationen über solche Anschläge aber nicht konkretisiert worden, so die Behörden.

In zahlreichen anderen europäischen Städten galten in der Silvesternacht strenge Sicherheitsvorkehrungen. Allein in Frankreich standen rund 60'000 Sicherheitskräfte im Einsatz. In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurde das traditionelle Feuerwerk aus Angst vor Anschlägen abgesagt.

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