Schwyzer Regierungsrat hält am Axen-Projekt fest

Die Volksinitiative der Gegner wird zur Ablehnung empfohlen

Blick auf die heutige Axenstrasse mit dem Dorf Brunnen im Hintergrund.

Die Regierung des Kantons Schwyz hält am Neubau der Axenstrasse fest. Sie empfiehlt zur Abstimmung, die Initiative „Axen vors Volk“ abzulehnen. Die Initiative war von Gegnern des Projekts lanciert worden. Ihre Forderung bringt die Regierung in Bedrängnis.

Wie die Schwyzer Kantonsregierung am Donnerstag bekannt gab, steht sie nach wie vor hinter dem Neubauprojekt der Axenstrasse. Demgegenüber empfiehlt sie den Schwyzer Stimmbürgern, die Initiative „Axen vors Volk - Für Sicherheit ohne Luxustunnel“ abzulehnen.

Wichtige Verkehrsachse

Die Axenstrasse sei wirtschaftlich von grosser Bedeutung, betonte der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth. "Darüber hinaus stehen aber auch sicherheitstechnische Überlegung hinter dem Neubau dieser für Schwyz zentralen Verkehrsachse", ergänzte Reichmuth. Mit den geplanten Tunnels sollen zudem die Gemeinden Sisikon und Ingenbohl-Brunnen entlastet werden. Ferner müsse die Axenstrasse als Ausweichroute zum Seelisbergtunnel zur Verfügung stehen. Zudem werde mit dem Bau der neuen Axenstrasse die alte für Fussgänger und Velofahrer frei. Ausserdem würde die alte Axenstrasse frei für Velofahrer und Fussgänger. 

Demgegenüber verlangt die im April 2015 eingereichte Initiative „Axen vors Volk - Für Sicherheit ohne Luxustunnel“, dass sich die Behörden des Kantons Schwyz mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bau der neuen Axenstrasse zwischen Brunnen SZ und Flüelen UR einsetzen. Das "viel zu teure" Tunnelprojekt solle nicht realisiert werden, sondern lediglich die bestehende Strasse saniert werden. 

Der Bund bestimmt

Der Regierungsrat kritisiert, dass die Initiative suggeriere, dass das Stimmvolk über die Fertigstellung der A4 am Axen mitentscheiden könne. Tatsächlich entscheide aber der Bund über den Bau der neuen Strasse. Daran könne auch die Initiative nichts ändern. Und: Seinen Kostenanteil von rund 60 Millionen Franken müsse der Kanton auch dann bezahlen, wenn er nicht mehr als Bauherr auftrete.

Mit den rund acht Jahre dauernden Bauarbeiten für die neue Axenstrasse soll in zwei Jahren begonnen werden. Die Initiative „Axen vors Volk“ kommt voraussichtlich im diesen Sommer zur Abstimmung. 

Audiofiles

  1. Neubau Axenstrasse: Jetzt entscheidet das Stimmvolk. Audio: David von Moos

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