Luzern: "Vielen ist die Politik wurst"

Kantonsparlament reagiert nicht auf tiefe Wahlbeteiligung

Interessierte verfolgen die Wahlresulate im Luzerner Regierungs- und Parlamentsgebäude Der Lichthof im Luzerner Regierungsgebäude

Der Kanton Luzern muss nichts gegen die ständig sinkende Stimm- und Wahlbeteiligung unternehmen. Die SP und die Grünen verlangten vergeblich Massnahmen, um die politische Mitbestimmung der Bevölkerung zu fördern.

Die Vorstösse wurden im Kantonsparlament deutlich abgelehnt. Momentan kläre bereits der Bund ab, wie er die Stimmberechtigen wieder vermehrt für Politik interessieren könne. Der Kanton müsse deshalb nicht zusätzlich tätig werden, so die Mehrheit.

"Politik und Wurst" oder "Das ist uns Wurst"

SP-Kantonsparlamentarier Hasan Candan konnte dies nicht verstehen. Es sei ihm nicht egal, wenn er nur noch von einer Minderheit der Stimmberechtigten zu seinem Amt legitimiert werde. Candan beschriebt die aktuelle Situation wie folgt: "Die Regierung sagt Politik und Wurst, die Bevölkerung sagt, das ist uns wurst."

Bei den Gesamterneuerungswahlen im März vergangen Jahres lag die Wahlbeteiligung auf rekordtiefen 39 Prozent.

Audiofiles

  1. Die Stimm- und Wahlbeteiligung sinkt - und der Kanton Luzern schaut tatenlos zu. Audio: Urs Schlatter

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