Kriens: Estermann will ins Gemeindeparlament

Die Luzerner SVP-Nationalrätin kandidiert für die Lokalpolitik

SVP-Politikerin Yvette Estermann

Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann hat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Die 48-jährige Bundespolitikerin kandidiert in ihrem Wohnort Kriens für das Gemeindeparlament. Sie will so bei den Wahlen am 1. Mai der schwächelnden SVP-Ortspartei helfen.

Wenn sie der SVP helfen könne, mache sie das natürlich gerne, sagte Estermann in einem Interview der "Neuen Luzerner Zeitung". Sie trete auch aus Interesse an, schliesslich sei sie noch nie in der Lokalpolitik tätig gewesen. Estermann wurde von der Krienser SVP-Ortspartei zusammen mit 14 weiteren Kandidaten nominiert. Die Partei hatte bei den Gemeinderatsersatzwahlen im September eine Schlappe eingefahren. Sie verlor nach acht Jahren in der Exekutive ihren Sitz an die CVP.

Estermann spricht von "geringen Wahlchancen"

Ihre Wahlchancen schätzt Estermann als gering ein. Der Einwohnerrat werde von 36 auf 30 Sitze verkleinert und viele Bisherige würden wieder antreten, sagte sie gegenüber der NLZ. Wenn sie nicht gewählt wird, kann sie sich vorstellen, als Zuschauerin an den Sitzungen des Kommunalparlaments teilzunehmen und ihre Ideen in der Fraktion einzubringen.

Die in der damaligen Tschechoslowakei aufgewachsene Estermann lebt seit über 20 Jahren in der Schweiz. Die Medizinerin sass von 2005 bis 2007 im Kantonsparlament, danach wechselte sie in den Nationalrat. 2008 und 2009 war sie auch Präsidentin der SVP des Kantons Luzern.

 

 

 

 

 

 

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