Vernetzt: Tochter der Swatch Group mit Superakku

30% mehr Leistung bei gleichem Gewicht.

Der inzwischen verstorbene Firmengründer Nick Hayek senior war überzeugter Anhänger der Elektromobilität. Deshalb hat er die Forschungsfirma für neue Batterien ins Leben gerufen.

Die Swatch-Tochter Belenos und die ETH Zürich haben gemeinsam eine neuartige Batterie entwickelt. Diese soll 30 Prozent mehr leisten, als aktuelle Lithium-Ionen Akkus bei gleichem Gewicht. Ausserdem verzichtet die Batterie auf das schwierig abzubauende Kobalt und das giftige Nickel. Als Basismaterial dient Vanadiumpentoxid, welches drei mal mehr postiv geladene Lithium-Ionen aufnehmen kann als das bisher eingesetzte Lithium-Eisen-Phosphat.

Belenos Verwaltungsratspräsident Nick Hayek rechnet laut einem Artikel der NZZ mit rund 10 Milliarden Umsatz in 5 Jahren. Der Akku soll für Europa in Ittingen in Baselland bei der Schwesterfirma Renata hergestellt werden. Renata ist einer der grössten Hersteller für Knopfzellenbatterien für Uhren. Bei dieser Firma wird aktuell auch eine Produktionsstrasse für Prototypen gebaut. Belenos will die Herstellung weltweit lizenzieren und das nötige Pulver für die Kathoden aus der Schweiz liefern. Belenos Aktionär Joe Ackermann möchte die Firma ausserdem schon nächstes Jahr an die Börse bringen.

Audiofiles

  1. Vernetzt: Ein neuer Akku könnte für Wirbel sorgen. Audio: Boris Macek & Marco Zibung

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