Ramseier setzt sich mit UNIA an runden Tisch

Frage um allfälliges Lohndumping soll gemeinsam geklärt werden

Dokumente die Radio Pilatus vorliegen deuten auf Lohndumping hin. Baustelle (Symbolbild).

Wie Radio Pilatus vergangenen Donnerstag berichtete, soll es auf einer Baustelle der Mosterei Ramseier Suisse AG in Sursee zu mehreren Fällen von Lohndumping gekommen sein. Nun haben sich die involvierten Parteien zu einem Gespräch getroffen. 

Wie einer gemeinsamen Medienmitteilung der Gewerkschaft Unia, der Krones AG sowie der Ramseier Suisse AG zu entnehmen ist, hat ein erstes Gespräch zur Klärung des Vorwurfs von Lohndumping stattgefunden. Dabei haben sich die Parteien auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Sie wollen schnellstmöglich das polnische Subunternehmen, das für das allfällige Lohndumping verantwortlich sein soll, zu einem klärenden Gespräch einladen. Dabei soll das Unternehmen zu den der Unia vorliegenden Dokumenten Stellung nehmen. Diese zeigen laut der Gewerkschaft auf, dass die polnischen Mitarbeiter für umgerechnet 3,50 Franken pro Stunde auf der Baustelle in Sursee gearbeitet haben sollen. Ein Stundenlohn weit unter dem Schweizer Mindestlohn.

Guter Wille sei da

Die Unia attestiert der Ramseier Suisse AG sowie der Krones AG Schweiz einen guten Willen zur schnellen Aufklärung des Falles. Wie Giuseppe Reo, Regionalsekretär der Unia Region Zentralschweiz, in der gemeinsamen Medienmitteilung verlauten liess, wurde mit der Krones AG Schweiz wie auch mit der Ramseier Suisse AG als Auftraggeber ein sehr konstruktives Gespräch geführt. Alle Beteiligten hätten das gemeinsame Ziel, den Sachverhalt zu klären.

Die Gespräche mit dem polnischen Subunternehmen sind voraussichtlich für nächste Woche geplant, wie die Ramseier Suisse AG auf Anfrage von Radio Pilatus sagte.

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