Kanton Luzern will die schwarze Liste beibehalten

Wer die Krankenkassenprämien nicht bezahlt, soll auch künftig Leistungseinbussen in Kauf nehmen

Behandlung nur noch in Notfällen: Wer seine Krankenkassenprämien nicht bezahlt, landet auf der schwarzen Liste.

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  1. Luzerner Kantonsregierung hält an Liste für Prämien-Sünder fest.. Audio: David von Moos

Der Kanton Luzern will die Liste der säumigen Krankenkassenprämien-Zahler nicht abschaffen. Das sei falsch, behaupten Grüne Kantonsparlamentarier. Die sogenannte schwarze Liste verantworte unerwünschte Nebeneffekte, die den Kanton viel Geld kosten würden.

Die Luzerner Kantonsregierung will die Liste der säumigen Krankenkassenprämien-Zahler beibehalten. Dies schreibt sie in einer Antwort auf einen Vorstoss der Grünen im Kantonsparlament. Die Grünen hatten die Abschaffung verlangt, da die sogenannte schwarze Liste ihr Ziel verfehle und die Falschen treffe. Durch die Aufschiebung von Behandlungen würden dem Kanton zusätzliche Gesundheitskosten entstehen. Ausserdem vergrössere die Liste die Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Sozialhilfe.

Die Luzerner Kantonsregierung hingegen stellt sich in ihrer Antwort auf den Standpunkt, dass man ohne die schwarze Liste viel mehr Betreibungen hätte. Die Liste hätte sehr wohl eine abschreckende Wirkung, vor allem auf diejenigen, die ihre Prämien nicht zahlen, obwohl sie das könnten. Ausserdem werde die schwarze Liste regelmässig kontrolliert.

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