Polizei-Einsatz in Malters: 65-Jährige hat sich selbst getötet

Die Luzerner Polizei findet eine Indoor-Hanfanlage

Grosseinsatz der Luzerner Polizei in Malters: In einem dieser Gebäude soll sich eine Person verschanzt haben. Grosseinsatz der Luzerner Polizei in Malters: Ein Person soll sich in einem Haus verschanzt haben.

Audiofiles

  1. Interview mit Polizei-Kommandant Adi Achermann. Audio: Sämi Deubelbeiss
  2. 65-jährige Frau begeht Selbstmord bei Drogenrazzia. Audio: Sämi Deubelbeiss

In der Luzerner Gemeinde Malters ist eine 65-jährige Frau nach einem Polizeieinsatz tot in einer Wohnung aufgefunden worden, meldet die Luzerner Polizei. Die Frau hatte sich seit gestern Nachmittag in der Wohnung in der Lochmühle bei Malters verschanzt, welche die Polizei durchsuchen wollte.

Die 65-jährige Frau hatte sich in der Wohnung verschanzt und einen Warnschuss abgefeuert. Das Gebiet rund um die Lochmühle in Malters war deshalb grossräumig abgesperrt worden. Die Polizei sei mit der Frau in telefonischem Kontakt gewesen, wie ein Mediensprecher sagte. Dabei wollte man die Frau dazu bewegen, sich zu stellen. Als dies nicht gelang, stürmte die Polizei die Wohnung und habe die 65-Jährige tot in der Wohnung gefunden, sagte Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei.

Demnach erschoss sich die Frau offenbar als die Polizei die Wohnung gerade stürmen wollte. Als die Beamten in den oberen Stock des Gebäudes vorrückten hätten sie zwei Schüsse gehört, so Adi Achermann. Die Polizei durchsuchte und sicherte die Wohnung daraufhin. Im Badezimmer fanden die Polizisten dann die tote Frau sowie einen Revolver am Boden. Die Polizei selbst habe keine Schüsse abgegeben, so Achermann weiter.

Gegen den Sohn der toten Frau läuft ein Verfahren wegen Drogendelikten

Ursprünglich wollte die Luzerner Polizei im Zusammenhang mit einem Strafverfahren im Kanton Zürich die Wohnung in Malters durchsuchen. Doch eine 65-jährige Frau überraschte die Polizei mit ihrer Anwesenheit und liess die Beamten nicht in die Wohnung. Sie drohte, sie sei im Besitz einer Waffe. Nachdem sie ihre Drohung war machte und einen Schuss aus dem Fenster abgab, leitete die Luzerner Polizei einen Grosseinsatz ein.

Wie die Zürcher Polizei nun an einer Medienkonferenz in Luzern bekannt gab, richtet sich das Strafverfahren gegen den Sohn der toten Frau. Dieser sitzt derzeit in Haft, wie Daniel Eberle von der Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigt. Bei den Ermittlungen geht es um Drogen. In der zweistöckigen Wohnung in Malters fanden die Beamten neben der Leiche der 65-Jährigen die vermutete Hanf-Indooranlage.

 

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