Vor fünf 5 Jahren: Atomkatastrophe bei Fukushima

Die verheerenden Explosionen im Atomkraftwerk verschmutzten Mensch & Umwelt

Vor 5 Jahren am 11. März 2011 ereignete sich rund 370 Kilometer vor der Küste Japans ein verheerendes Erdbeben der Stärke 9.0 auf der Richterskala. Der durch das Beben verursachte Tsunami traf die japanische Ostküste nördlich von Tokyo mit voller Wucht und führte zu einer Naturkatastrophe.

Über 375‘000 Gebäude wurden zerstört, 450‘000 Menschen mussten evakuiert werden und rund 20‘000 Menschen verloren ihr Leben in den Trümmern oder Wassermassen. Dennoch, weltweit für die grösste Aufmerksamkeit sorgte sicherlich die Atomkatastrophe rund um das AKW Fukushima Daiichi.

Was geschah im Atomkraftwerk von Fukushima?

Das AKW Fukushima verfügte über insgesamt 6 Reaktoren. In den Blöcken 1 – 3 kam es zu verheerenden Explosionen welche eine grosse Menge an radioaktivem Material freisetzte. Luft, Boden, Wasser und auch Nahrungsmittel wurden kontaminiert. Man muss sich vorstellen, bei Fukushima wurde insgesamt in etwa die doppelte Menge an radioaktivem Material freigesetzt als damals beim Super-GAU von Tschernobyl.

Kann eine Atomkatastrophe in der Schweiz ausgeschlossen werden?

Nein! Solange es Atomkraftwerke gibt besteht auch die Möglichkeit einer Atomkatastrophe. Wobei in der Schweiz natürlich besonders strenge und rigorose Sicherheitsbestimmungen herrschen. Es wird laufend kontrolliert, verbessert und Massnahmen zur Sicherheit erhoben. Ausschliessen kann man eine Katastrophe nie, in der Schweiz besteht jedoch ein sehr geringes Risiko.

Hatte die Atomkatastrophe von Fukushima Auswirkungen auf die Schweiz?

Verständlicherweise wurde natürlich auch hierzulande die Diskussionen rund um die Atomkraftwerke und den Atomstrom wieder aufgenommen. Die Gegner von AKW’s erhielten einen regelrechten Aufschwung und nutzten diese Situation. Im Eidgenössischen Parlament wurde die Energiediskussion lanciert, worauf der National- und Ständerat den Ausstieg aus dem Atomstrom entschieden. Konkrete Massnahmen wurden beim AKW Mühleberg, dem ältesten Atomkraftwerk der Schweiz, beschlossen. Dieses wird noch bis 2019 Betrieben und dann abgeschaltet. Der schrittweise Rückbau und die Renaturierung des Gebietes dauern dann bis 2034.

Was sonst wenn nicht Atomstrom?

Ob Wasser- oder Windenergie, bei sind natürlich absolut energiefreundlichere Stromerzeugungsvarianten als die Atomenergie. Fakt ist aber auch, dass Atomstrom noch immer mit Abstand die günstigste und ebenfalls eine sehr CO2-neutrale Variante ist. Und nur mit Wasser- und Windenergie kann der Strombedarf gar nicht gedeckt werden. Solange also keine wirkliche Alternative, welche ebenso günstig, Co2-neutral und vor allem in den benötigten Mengen produziert werden kann, da ist, wird die komplette Abschaltung des Atomstroms nicht möglich sein.

Audiofiles

  1. 5 Jahre nach Fukushima - ein Blick zurück. Audio: Philipp Breit

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