Die Gemeinde Emmen soll keine Asylsuchenden mehr aufnehmen

FDP: Mit dem Asylzentrum Sonnenhof hat Emmen dem Kanton schon viel geholfen

Die Emmer Gemeindeverwaltung im Gersag in Emmen.

Die Gemeinde Emmen soll keine zusätzliche Asylsuchende aufnehmen müssen. Das fordert die FDP der Gemeinde Emmen in einem Vorstoss. Sie bezieht sich darin auf den neuen Verteilschlüssel des Kantons, welcher seit Beginn des Jahres gilt. 

Gemäss diesem neuen Verteilschlüssel müssen die Luzerner Gemeinden pro 1'000 Einwohner zwölf Asylsuchende aufnehmen. In einem ersten Schritt musste die Vorgabe bis Ende der vergangenen Woche zu 75 Prozent erfüllt sein. Kommt eine Gemeinde den Vorgaben des kantonalen Verteilschlüssels nicht nach, muss pro Monat eine Ersatzabgabe von bis zu 40 Franken pro Asylsuchendem bezahlt werden.

Emmen erfüllt den ersten Teil der Vorgaben bereits

Die Gemeinde Emmen erfüllt diese Zwischenvorgabe zwar, müsste aber total noch 31 zusätzliche Asylsuchende aufnehmen, um die Vorgaben dann auch zu 100 Prozent zu erfüllen. Dies soll Emmen aber nicht machen müssen, verlangt die FDP Emmen in ihrem Vorstoss. Die Gemeinde würde mit dem Asylzentrum Sonnenhof bereits seit Jahrzehnten den Kanton im Asylwesen unterstützen.

Andere Gemeinden haben bereits Deals mit dem Kanton

Andere Gemeinden hätten mit dem Kanton auch einen Deal aushandeln können. Dabei würden diese vorübergehend mehr Asylsuchende aufnehmen als sie müssten. Anschliessend werden sie aber für drei Jahre von der Aufnahme weiterer Asylsuchenden befreit. Die Gemeinderegierung von Emmen soll sich deshalb beim Kanton dafür einsetzen, dass die übrigen 31 Asylsuchenden nicht aufgenommen werden müssen. 

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