Ski-Crack Markus Vogel blickt in die Zukunft

Der Beckenrieder war nach dem Rücktritt zu Besuch bei Radio Pilatus

Der Beckenrieder Slalomspezialist Markus Vogel (li.) mit Radio Pilatus Sportchef Sämi Deubelbeiss

Egal ob in Schladming, Kitzbühel, Adelboden oder Wengen. Markus Vogel hat die längsten und schwierigsten Slalomhänge der Welt bezwungen. Als Profisportler war er über 10 Jahre im Welt- und Europacup unterwegs und durfte dabei Hoch und Tiefs erleben. Nach seinem Rücktritt schaut der 32-jährige Beckenrieder mit Radio Pilatus in die Zukunft.

"Für mich ist die Zeit gekommen vom Skirennsport Abschied zu nehmen. Es war keine einfache Entscheidung, aber für mich ist es der richtige Moment. Ich durfte mehr als zehn Jahre meinen Traum leben, machte unglaubliche Erfahrungen, fand neue Freunde, erlebte die ganze Bandbreite von Emotionen. Ich bedanke mich bei allen, die mich auf meinem Weg unterstützt haben, die mitgefiebert haben und allen, die diese Reise für mich speziell machten." - mit diesen Worten gab Markus Vogel auf seiner Facebook-Seite seinen Rücktritt vom Skisport bekannt. Als er im letzten Jahr seinen Status bei SwissSki verlor und somit auch keine Kaderzugehörigkeit mehr hatte, war dies sicherlich für Markus Vogel einen der schmerzhaftesten Momente in seiner Laufbahn. Aber dennoch gab er nicht auf, er kämpfte weiter, weiter für seinen Traum, seinen Traum vom Profisport als Skifahrer leben zu dürfen. Bei der World Racing Academy hielt es sich fit, trainierte und versuchte den Sprung in den Weltcup wieder zu schaffen. Dies gelang Vogel leider nicht nach Wunsch.

Zwei WM-Teilnahmen - aber leider nicht bei Olympia dabei
Aus sportlicher Sicht zählt Markus Vogel mehrere Erlebnisse zu den Highlights: all die Jahre in den Top 30 des Weltcups, seine zwei WM-Teilnahmen, zwei Schweizermeistertitel und vier Europacup-Podestplätze. Er absolvierte insgesamt 63 Weltcup-Rennen, wobei er sich 15 mal in den Top 20 und zweimal in den Top 10 klassierte. Das nächst höhere Ziel, ein Podestplatz, und die Teilnahme an Olympischen Spielen konnte er leider nicht erreichen.

Rückkehr ins Berufsleben
Nach über 10 Jahren im Spitzensport tritt Markus Vogel also zurück. Bleiben werden jede Menge Erinnerungen an schöne Momente, sportliche Höhenflüge und sicherlich viele Freundschaften. Nun gilt es für den gelernten Elektroinstallateur den Einstieg ins Berufsleben wieder zu schaffen. Es sei klar für ihn, dass dies nicht einfach ist, er habe sich aber bereits während seiner Karriere immer wieder Gedanken gemacht. Eine Rückkehr auf seinen gelernten Beruf als Elektroinstallateur ist dabei durchaus eine Möglichkeit. Aber Markus Vogel ist auch offen für weitere berufliche Herausforderungen. Nachdem die Türe Skisport also nun geschlossen ist, geht die Türe Berufswelt für ihn sicherlich wieder auf.

 

Audiofiles

  1. Ski-Crack Markus Vogel blickt in die Zukunft. Audio: Radio Pilatus

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