Kanton eröffnet Asyl-Notunterkunft in Horw

Maximal eineinhalb Jahre lang in Betrieb

Die Asylsuchenden erhalten Tagesstrukturen, zum Beispiel werden sie das Seeufer säubern.

In der Luzerner Gemeinde Horw eröffnet der Kanton im Juni eine Asyl-Notunterkunft ausschliesslich für Männer. Diese wird in der unterirdischen Zivilschutzanlage Kirchfeld eingerichtet. Die Betreuung übernimmt die kantonale Asylorganisation. 

Die Unterkunft soll maximal eineinhalb Jahre lang offen sein, schreiben der Kanton und die Gemeinde Horw in einer gemeinsamen Mitteilung. Weil es nun wieder wärme werde, müsse man wieder mit mehr Flüchtlingen rechnen. Auch sei die Schweiz durch die Sperrung der Balkanroute mehr in den Fokus der Flüchtlinge geraten.

Ein Sicherheitsdienst werde in der Unterkunft Kirchfeld dafür sorgen, dass nur jene Personen ein- und ausgehen, die dort angemeldet sind. Damit die Asylsuchenden Tagesstrukturen hätten, werde man sie beschäftigen, beispielsweise mit der Säuberung des Seeufers. Der Kanton Luzern nimmt damit die siebte Zivilschutzanlage als Asylunterkunft in Betrieb. Angesichts der aktuellen Lage sie dies jedoch zumutbar, geht aus dem Schreiben hervor. Am 3. Mai findet im Pfarreizentrum Horw eine öffentliche Informationsveranstaltung statt, die umliegenden Nachbarn sind bereits informiert worden.

Die Gemeinde Horw hat bereits heute mit der Suche nach weiteren Grundstücken begonnen, damit den Flüchtlingen nach den 18 Monaten in der Zivilschutzanlage Kirchfeld eine Unterkunft angeboten werden kann. 

Audiofiles

  1. Asyl-Notunterkunft in Horw. Audio: Caspar van de Ven

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