LU: Zu wenig Asylplätze in den Gemeinden

Gemeinden müssen Ersatzabgabe bezahlen

Schlaf-Saal in  der Asyl-Notunterkunft in Dagmersellen Zu Besuch im Durchgangszentrum Löwen in der Luzerner Gemeinde Luzern

Im Kanton Luzern haben es 31 Gemeinden verpasst, zusätzliche Plätze für Asylsuchende zu schaffen. Dazu hatte sie der Kanton im vergangenen Januar verpflichtet. Noch fehlen in den Gemeinden aber insgesamt rund 250 Plätze. Die Gemeinden, die noch zu wenige Plätze zur Verfügung stellen können, müssen nun eine Ersatzabgabe leisten. Das heisst, sie müssen pro fehlenden Platz und Tag einen Betrag in einen Topf einzahlen. Gemeinden, die mehr Plätze haben als sie müssten, werden mit Geld aus diesem Topf entschädigt.

Derzeit ist noch unklar, welche Gemeinde wie viel Geld bezahlen muss. Die ersten Rechnungen werden den Gemeinden erstmals Ende Juni in Rechnung gestellt. Je länger die Plätze fehlen, desto mehr müssen die Gemeinden dafür bezahlen. So müssen Gemeinden in den ersten beiden Monaten pro Platz und Tag 10 Franken abgeben, später sind es bis zu 40 Franken. Am meisten Plätze fehlen derzeit in der Gemeinde Horw. Dort zeichnet sich aber eine Lösung ab: Bald werden in einer Zivilschutzanlage nämlich rund 100 Plätze für Asylsuchende geschaffen.

Folgende Gemeinden haben noch nicht genug Plätze für Asylsuchende: Adligenswil, Altbüron, Ballwil, Büron, Buttisholz, Ebersecken, Ebikon, Eich, Flühli, Geuensee, Greppen, Grossdietwil, Honau, Horw, Inwil, Mauensee, Meierskappel, Neuenkirch, Rain, Roggliswil, Römerswil, Romoos, Root, Schongau, Schötz, Schwarzenberg, Udligenswil, Ufhusen, Weggis, Wikon.

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