Neue Fakten zum Hackerangriff auf die Ruag

Auch das eidg. Finanzdepartement soll betroffen sein

Visualisierung der neuen RUAG-Halle auf dem Flugplatz in Emmen

Der Hackerangriff auf den Rüstungsbetrieb Ruag, der vor rund 10 Tagen bekannt wurde, ist möglicherweise noch schlimmer als bisher angenommen. Es sollen auch Daten des eidgenössischen Finanzdepartements betroffen sein, wie die Onlineausgabe der „Schweiz am Sonntag“ berichtet.

Entsprechende Gerüchte würden in der Bundesverwaltung die Runde machen. Angesichts einer laufenden Untersuchung wolle jedoch niemand Stellung nehmen. Von der Hacker-Attacke seien zudem laut Insidern auch Hunderte von Auslandagenten des Nachrichtendienstes des Bundes betroffen.

Gegenüber Radio Pilatus lies das eidgenössische Finanzdepartement EFD via Twitter jedoch verlauten, dass der Onlinebericht der "Schweiz am Sonntag" so nicht zutreffe. Die Frage des Journalisten nach einem Datenabfluss im EFD sei klar mit NEIN beantwortet worden.

Wie die Onlineausgabe der "Schweiz am Sonntag" weiter berichtet, hätten diverse Bundesbehörden den Kampf gegen Cyber-Crime in den letzten Jahren vernachlässigt. So habe es das Verteidigungsdepartement verschlafen, das vom Bundesrat vor sechs Jahren bestellte Informationssicherheitsgesetz vorzulegen. Kritisiert wird auch Bundesanwalt Michael Lauber. Er habe dem Kampf gegen Cyber-Crime keine Priorität eingeräumt. Zwar seien Stellen zur Bekämpfung von Phising bewilligt gewesen, sie blieben aber seit Jahren unbesetzt.

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