Die Rückrunden-Noten der FCL-Spieler

Dank einem starken Finish holt sich das Team in der Gesamtwertung die Note 5

Der FC Luzern spielte eine starke Saison und landete am Ende auf Rang 3. Der FC Luzern beendet die Saison auf dem starken dritten Rang.

Der FC Luzern steht dank Rang 3 in der Tabelle der Super League in der Qualifikation in der Euopa League. Nachdem der FC Luzern miserabel in die Rückrunde startete, steigerte er sich zum Saisonende und spielte konstant in Höchstform. In den letzten 13 Runden holten die Luzerner starke 28 Punkte. Die Zeit für eine Bilanz ist gekommen und darum hat Radio Pilatus die Leistungen der FCL-Spieler in der Rückrunde genau unter die Lupe genommen und wie folgt benotet:

FCL-Torhüter Dave Zibung.

Dave Zibung, Goalie: 5,5

Wie der FCL-Torhüter die starke Vorrunde bestätigte, ist beeindruckend. Ist unter Trainer Markus Babbel wieder zum bärenstarken Rückhalt für den FC Luzern geworden. In dieser Form die unbestrittene Nummer 1 in Luzern. Der 32-jährige Zibung ist mit seiner Erfahrung auch menschlich enorm wichtig für diese Mannschaft. 

FCL-Verteidiger Jerome Thiesson im Testspiel gegen Dynamo Kiew.

Jérôme Thiesson, Verteidiger: 4,5

Konnte die gute Vorrunde nicht mehr ganz bestätigen. Wenn es der Mannschaft läuft, läuft es auch Thiesson. In der Krise Anfang Jahr war er ein Unsicherheitsfaktor. Sein Stellungsspiel und seine Technik sind seine Schwächen, läuferisch und kämpferisch aber einer der Besten.

Basels Doppel-Torschütze Breel Embolo (links) im Einsatz gegen FCL-Spieler Sally Sarr.

Sally Sarr, Verteidiger: 4,5

Keine einfache Rückrunde für Sally Sarr Superstar. Erst war er Ersatz und als er spielte, machte er dies wie auf einer Achterbahnfahrt. Mal oben, weil top. Dann aber wieder ganz unten, weil flop. Verletzte sich genau dann, als er seine Chance auf einen Stammplatz zu nutzen schien. Schade!

Auch Krafttraining gehört zu einem Trainingslager - hier Verteidiger Francois Affolter.

François Affolter, Verteidiger: 5

Gute Rückrunde des bei den Fans umstrittenen Bielers. Machte seine Sache fast immer gut, hat sich zur ersten Kraft in der Innenverteidigung gemausert. Er hat die groben Fehler abgestellt und vereitelte mit seinen kontrollierten Grätschen einige Topchancen der Gegner. Spielt nun einfacher, was sein Spiel besser macht.

FCL-Spieler Claudio Lustenberger (Mitte) gegen die YB-Spieler Sekou Sanogo (links) und Yoric Ravet.

Claudio Lustenberger, Verteidiger: 4,5

Der Captain verletzte sich in der Rückrunde leider zweimal, zeigte ansonsten passable Leistungen als linker Verteidiger. Kämpferisch sowieso immer stark, seine grösste Schwäche sind die Flanken. Diese sind leider auch in seiner 10. Saison beim FCL nicht gefährlicher geworden.

Tomislav Puljic mit dem Torjubel

Tomislav Puljic, Verteidiger: 5

Seine grösste Stärke ist der defensive Kopfball. In dieser Disziplin ist Puljic überragend. Das Stellungspiel und die Schnelligkeit sind jedoch nicht seine Stärken, hier hat Puljic gegen gute Teams offensichtlich Probleme. Sein Kopfballspiel in der Offensive hat mit zwei Saisontoren noch Luft nach oben.

Sebastian Schachten schoss das Luzerner Tor gegen Dynamo Kiew

Sebastian Schachten, Verteidiger: 4,5

Spielte die ersten sechs Spiele der Rückrunde, war anschliessend aber kein Thema mehr für Trainer Markus Babbel. Als Assistenztrainer Vrabec weg war, welcher Schachten holte, war Schachten nicht mehr im Aufgebot. Wird den FCL wohl trotz laufendem Vertrag verlassen im Sommer.

Clemens Fandrich (FC Luzern, links) gegen Vaduz-Spieler Mauro Caballero.

Clemens Fandrich, Mittelfeld: 4

Konnte die Erwartungen auch in der Rückrunde nicht wirklich erfüllen. Nachdem Fandrich in der Vorrunde enttäuschte, wurde er in der Rückrunde stabiler. Er war jedoch lange verletzt und kam nur am Anfang und Ende der Saison als Ergänzungsspieler zu Einsätzen. Muss sich in der kommenden Saison klar steigern, ansonsten hat er in Luzern keine Chance auf mehr Spielminuten.

Christian Schneuwly hatte in der ersten Halbzeit eine gute Chance für den FC Luzern.

Christian Schneuwly, Mittelfeld: 5,5

Ein ganz wichtiger Pfeiler in der Rückrunde des FC Luzern. Er war jener Spieler der drei Wintertransfers, welcher als Einziger sofort einschlug. Intelligenter und mannschaftsdienlicher Spieler mit viel Herz und Übersicht. Schoss das enorm wichtige 2:1 Siegestor gegen Lugano, welches Trainer Markus Babbel als die Wende zum Guten ausmachte. 

Im Höhenflug? Luzerns Hekuran Kryeziu (links) gegen Sions Carlitos.

Hekuran Kryeziu, Mittelfeld: 5,5

Musste am Anfang der Rückrunde unten durch. War länger krank und fiel daher aus der Startelf. Trainer Babbel kritisierte Kryeziu öffentlich, dass der Küssnachter endlich den Schlendrian abschütteln müsse. Dies hat der Küssnachter eindrücklich geschafft und kam bärenstark in die Startelf zurück. In dieser Form wird Babbel in der kommenden Saison nicht an Heki vorbeikommen.

Markus Neumayr traf zwei Mal vom Penalty-Punkt für den FCL.

Markus Neumayr, Mittelfeld: 5

Hatte Anfangsschwierigkeiten beim FCL. Kam erst nach einigen Spielen im defensiven Mittelfeld so richtig zur Geltung. Übernahm in der schwierigen Phase Verantwortung und schoss wichtige Penalty-Tore. Sein Spielwitz und seine tolle Übersicht sind für den FCL eine Bereicherung.

FCL-Spieler Jakob Jantscher (rechts) setzt sich gegen GC-Spieler Moritz Bauer durch.

Jakob Jantscher, Mittelfeld: 5

Schlechter Start in die Rückrunde des Österreichers. Kam selten zum Einsatz und als er auf dem Feld stand, zeigte er ungenügende Leistungen. Die Wende war für Jantscher im Vaduz-Spiel, als er den wichtigen Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwertete. Anschliessend kam „JJ10“ in Fahrt und krönte seinen starken Saison-Finish mit einem Traumtor in St. Gallen.

Der FC Luzern beendet die Saison auf dem starken dritten Platz.

Jahmir Hyka, Mittelfeld: 5,5

Sackstarke Rückrunde von Jahmir Hyka. Endlich wurde der dribbelstarke Albaner torgefährlich. Er holte sensationelle sechs Penaltys heraus und krönte seine starken Leistungen in der Rückrunde mit einem Traumtor gegen den FC Basel. Seine ungefährlichen Dribblings nach innen hat er abgestellt. So ist der „neue“ Hyka mehr als nur ein belebendes Element im Luzerner Spiel.

Der FC Luzern schlägt den FC Basel völlig verdient mit 4:0.

Nici Haas, Mittelfeld: 5,5

Nach einer schwierigen Vorrunde war Nici Haas aus Mauensee anfangs Rückrunde überfordert. Er reihte Fehler an Fehler, der Querpass im Cuphalbfinal gegen Lugano nach zwei Minuten war fatal. Wie Haas dann aber zusammen mit dem Team aus der Krise fand, war beeindruckend. Die letzten Spiele von Haas im defensiven Mittelfeld zusammen mit Kryeziu waren überragend. 

FCL-Spieler Joao Oliveira

Joao Oliveira, Mittelfeld: 4,5

Kam als Ergänzungsspieler immer wieder zu Teileinsätzen und machte seine Sache auf dem Flügel ordentlich. Joao Oliveira ist sehr schnell und bringt gute und scharfe Flanken. Oliveira muss aber noch robuster werden, wenn er sich in der Super League durchsetzen will.

FCL-Stürmer Marco Schneuwly (links) gegen Sions Birama Ndoye

Marco Schneuwly, Sturm: 5,5

Er war mit 16 Meisterschaftstoren der beste Schweizer Torschütze der gesamten Liga. 10 Tore schoss Marco Schneuwly alleine in der Rückrunde. Er zeigte seine Kaltschnäuzigkeit immer wieder, er ist stets für ein Tor gut. Arbeitet auch unheimlich viel nach hinten. Wurde von den Fans zum besten FCL-Spieler der Saison gewählt. 

Einer der besten Luzerner: FCL-Stürmer Michi Frey.

Michi Frey, Sturm: 5,5

Läuferisch und kämpferisch ein grosses Vorbild für alle jungen Fussballer. Michi Frey hat den FC Luzern sichtlich nach vorne gebracht. Wie schnell er nach seiner schweren Verletzung in Form kam, ist ebenfalls einzigartig. Frey hat einen grossen Anteil daran, dass der FCL die Saison auf Rang 3 abschloss. Es wäre für die Luzerner enorm wichtig, ihn noch ein Jahr von Lille ausleihen zu können.

In der Rückrunde nicht bewertbar: Lorenzo Bucchi, Remo Arnold, Yannick Schmid, Kaja Rogulj, Samed Yesil, Frane Cirjak und Nico Brandenburge

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