Ruedi Stäger hätte gerne weitergemacht

Der FC Luzern hat über die Gründe informiert und wie es nun weiter geht

Ex-FCL-Präsident Ruedi Stäger (li.) und sein Nachfolger Philipp Studhalter (re.)

Ruedi Stäger wird als FCL-Präsident entlassen! Diese Meldung am vergangenen Freitag überraschte doch etwas. Nach einer sportlich guten Saison schien endlich Ruhe im Verein einzukehren.

Warum? Diese Frage stellten sich viele. Jetzt, nachdem endlich etwas Ruhe eingekehrt ist, lässt man nun diese Bombe platzen. Heute hat der Verein an einer Medienkonferenz über die Gründe informiert und wie es nun weiter gehen soll.

Punkt 1 - Warum dieser Entscheid?
Ruedi Stäger übernahm im Dezember 2013 in einem 60%-Pensum das Präsidenten-Amt beim FC Luzern. Und er wude zudem auch noch CEO. Diese beiden Ämter wurden vor Ruedi Stäger von zwei Personen ausgeübt. Dass Ruedi Stäger dies nun in einem 60%-Pensum bewältigen sollte, war eine Herkules-Aufgabe. Nun, drei Jahre später, hat man auch im Verwaltungsrat die Einsicht, dass diese damalige Umstrukturierung wohl falsch war. Ruedi Stäger gibt sein Amt ab, Nachfolger als Präsident wird Philipp Studhalter. Ruedi Stäger bleibt bis am 1. September im Amt und arbeitet seinen Nachfolger Philipp Studhalter ein. Philipp Studhalter wurde nicht müde zu betonen, dass Ruedi Stäger nicht Knall auf Fall entlassen wurde, sondern dass die Umstrukturierung im Verein gemeinsam mit Ruedi Stäger besprochen war.

Punkt 2 - Hat es wirtschaftliche Gründe?
Medial wurde Ruedi Stäger finanzielle Misswirtschaft vorgeworfen. Diese Vorwürfe weist Ruedi Stäger vehement zurück und kommentiert diese sogar als "unwürdig", "verachtend" oder sogar "böswillig". Über die finanzielle Situation war der Verwaltungsrat stets informiert, wie auch die Investoren. An regelmässigen Sitzungen wurde die finanzielle Situation stets offengelegt. Es sei zu keinem Zeitpunkt ein Versteckspiel seitens Ruedi Stäger gewesen. Dies bestätigte auch Philipp Studhalter.

Punkt 3 - Wie geht es nun weiter?
Man geht wieder zurück zum System mit einem Präsidenten und einem Vollzeit-CEO. Philipp Studhalter wird das Amt des Präsidenten bekleiden, die Suche nach einem CEO läuft. Dass Ruedi Stäger das Amt des Präsidenten behält und sein Pensum erhöht, dies stand gemäss Aussage des FCL nicht zur Diskussion. Philipp Studhalter ist 40-jährig und hat eine Anwaltskanzlei. Sobald die Suche nach dem neuen CEO abgeschlossen ist, wird  in Absprache mit diesem neuen Mann entschieden, wie gross das Pensum des Präsidenten sein wird. Klar ist aber bereits jetzt, dass das Präsidentenamt nicht ein 100%-Pensum sein wird. Im Gegensatz zum CEO: Dort wird es eine Vollzeitstelle geben. Auf mögliche Namen für den Posten als CEO wollte Philipp Studhalter nicht eingehen. Es geisterten bereits Namen wie derjenige von Ija Känzig (Ex-CEO-Hannvover, Ex-CEO-YB) und auch der von Thomas Schönenberger (Ex-CEO FCL) durch den Raum.

Punkt 4 - Was erhofft man sich von der Reorganisation?
Philipp Studhalter und auch Ruedi Stäger betonten mehrfach, dass der FCL im Zentrum stehen soll. Es gehe einzig und allein um das Wohl des FC Luzern. Ruedi Stäger war mit seinem 60%-Pensum den Aufgaben und den Herausforderungen nicht gewachsen. Mit der neuen Struktur (Präsident + CEO) erhofft sich Philipp Studhalter eine schlankere, einfachere und vor allem auch schnellere Struktur. Die Aufgaben sollen klarer definiert, die sportlichen und finanziellen Aufgaben besser verteilt werden.

Audiofiles

  1. FCL entlässt Präsident Ruedi Stäger - die Stimmen. Audio: Sämi Deubelbeiss
  2. Ein Kommentar zur Neuorganisation beim FC Luzern. Audio: Sämi Deubelbeiss

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