Felssturz zwischen Weggis und Vitznau

Verletzt wurde niemand, die Kantonsstrasse ist gesperrt

Zwischen Weggis und Vitznau hat sich heute Freitagmittag kurz nach 12 Uhr ein Felssturz ereignet. Die Kantonsstrasse wurde gesperrt. Verletzt wurde niemand. Nun untersuchen Fachleute die Abbruchstelle.

Ein Brocken von der Grösse eines Autos sei auf die Strasse gefallen, sagte Urs Birrer, Kommandant der Feuerwehr der Seegemeinden Greppen, Weggis, Vitznau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Rund zehn Kubikmeter Fels hätten sich gelöst, ein Teil davon verschüttete die Kantonsstrasse. 

Strasse bleibt vorläufig gesperrt

Laut Birrer konnten Autos die Stelle zuerst noch passieren, ein Bus kam aber aufgrund des Gerölls auf der Strasse nicht mehr am Abbruchort vorbei. Die Hauptstrasse wurde danach aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Busbetrieb zwischen Weggis und Vitznau ist derzeit eingestellt. Die Strasse soll aber je nach Situation bereits am Freitag oder am Samstag wieder geöffnet werden, erklärte Albin Schmidhauser, Leiter Naturgefahren beim Kanton Luzern. 

Geologen und Fachspezialisten des Kantons würden nun das Gelände untersuchen und abklären, ob weitere Abbrüch möglich sind und ob allenfalls loses Gestein abgetragen werden müsse. 

Bekannte Gefahrenzone

Die Hänge oberhalb des Dorfes Weggis am Fuss der Rigi sind für ihre Steinschlaggefahr bekannt. Mehrere Orte werden mittels Sensoren überwacht. In der Gemeinde sind seit 2000 zahlreiche Vorkehrung getroffen worden, um die Gefahren zu begrenzen. Bis 2020 sind weitere Sicherheitsmassnahmen vorgesehen, um Menschen und Infrastrukturen vor Naturgefahren zu schützen. Die Kosten liegen bei gesamthaft über 40 Millionen Franken.

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