Dopingsperre gegen Russland bestätigt

Russische Leichtathleten in Rio nicht am Start

Verbotene Dopingsubstanzen und Medikamente. (Archiv-Bild)

Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) hat die Sperre gegen den russischen Verband verlängert. Diesen Entscheid gab die IAAF an einer Pressekonferenz in Wien bekannt.

Russischen Athleten dürften damit voraussichtlich nicht an den Europameisterschaften in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Nun wird noch nach einem Kompromiss gesucht: nachweislich saubere Athleten sollen sich aber um einen Einzelstart - eventuell unter olympischer Flagge - bewerben können. Darüber wollen die IAAF und das Internationale Olympische Komitee am kommenden Dienstag in Lausanne beraten. Allerdings dürften nicht viele Athletinnen und Athleten von diesem Angebot Gebrauch machen können. Denn sie müssen nachweisen, dass sie nicht in Verbindung mit dem russischen System standen.

Heftige Reaktionen aus Russland

In einer ersten Reaktion sagte Russlands Präsident Wladimir Putin: "Was völlig sicher ist, ich möchte das unterstreichen: Es hat in Russland keine Unterstützung für Verstösse im Sport - und vor allem nicht im Bereich Doping - gegeben, und es wird sie auch nicht geben." Die russische Stabhochsprung-Weltrekordhalterin Jelena Isinbajewa sprach von einem Verstoss gegen die Menschenrechte: „Dazu werde ich nicht schweigen. Ich werde für die Gerechtigkeit kämpfen."

 

Kommentieren

comments powered by Disqus