LU: Parlament streicht Dienstaltersgeschenk

Debatte zu den Sparvorschlägen von 330 Millionen Franken

Das Luzerner Regierungs- und Parlamentsgebäude.

Dienstaltersgeschenke für das Luzerner Staatspersonal werden gestrichen werden. Dies hat das Kantonsparlament Luzern während der Debatte zum Sparpaket KP17 entschieden.

Vom den Sparvorschlägen von rund 330 Millionen Franken macht das Dienstaltersgeschenk lediglich einige hunderttausend Franken aus. Ab dem 10. Arbeitsjahr erhalten die Kantonsangestellten alle zehn Jahre zwei Wochen Ferien. Grüne und SP wollten deshalb auf die Streichung der Dienstaltersgeschenke verzichten. Diese seien eine Motivation für langjährige Mitarbeitende. 

Unheilige Allianz wegen dem Wort "vollständig"

Die CVP wollte auf die "vollständige" Streichung verzichten. Es kam daraufhin zu einem Wortgefecht, was denn nun mit "vollständig" gemeint sei. Da könnte ja auch eine Tafel Schokolade ein Dienstaltersgeschenk sein, meinte David Roth von der SP. Die Linken verlangten deshalb, dass die CVP gänzlich auf die Streichung der Dienstaltersgeschenke verzichten soll. Weil die CVP aber den Antrag der SP und Grünen nicht unterstützte, kam es am Schluss zu einer unheiligen Allianz zwischen SP, SVP und FDP und das Dienstaltersgeschenk wurde gestrichen.  

Entschieden hat das Parlament auch, dass die ursprünglich für vier Jahre geplante Personalaufstockung bei der Luzerner Polizei auf acht Jahre verlängert wird. Zudem wird auch der Kantonsbeitrag an die Musikschulen halbiert.

 

 

Audiofiles

  1. Luzerner Kantonsparlament diskutier über das Sparprogramm KP17. Audio: Urs Schlatter

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