Flüchtlinge sollen vermehrt auf Bauernhöfen arbeiten

Schweizer Bauernverband und Bundesamt für Migration ziehen ein positives Fazit

Arbeiten auf dem Bauernhof: Das dient der Integration von anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen und den Schweizer Bauern. Sie könnten künftig eine Arbeitsstelle in der regionalen Landwirtschaft finden: Flüchtlinge in einem Kurs des Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons Luzern

Flüchtlinge sollen weiterhin auf Schweizer Bauernhöfen arbeiten können. Das will der Schweizer Bauernverband und das Bundesamt für Migration. Die Bilanz nach einem Jahr Pilotprojekt lasse sich sehen.

Traktor fahren, käsen oder heuen: Auf Bauernhöfen in der Schweiz haben im letzten Jahr 13 Flüchtlinge gearbeitet. Bauern und Flüchtlinge seien zufrieden gewesen, so das Fazit. Das Pilotprojekt werde nun wie geplant bis 2018 weitergeführt. Pro Jahr sollen bis zu 15 anerkannte oder vorläufig aufgenommene Flüchtlinge für jeweils drei Monate bis ein Jahr in der Landwirtschaft arbeiten. 

Hintergrund des Pilotprojekts ist die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014: Die Landwirtschaft soll das inländische Potential an Arbeitskräften besser nutzen. Die Schweizer Bauern beschäftigen während der Erntezeit jedes Jahr zwischen 25'000 und 35'000 ausländische Arbeitskräfte. Andererseits gebe es mehrere tausend anerkannte Flüchtlinge im Erwerbsalter, die keine Stelle finden, sagte Staatssekretär Mario Gattiker vom Bundesamt für Migration. 

Warum dieses Integrationsprojekt sowohl den Flüchtlingen als auch den Bauern Vorteile bringt, hört man im Beitrag von Radio Pilatus Bundeshauskorrespondentin Franziska Boser.

Audiofiles

  1. Flüchtlinge arbeiten auf Schweizer Bauernhöfen: Laut den Schweizer Bauernverband und das Bundesamt für Migration gut für die Integration und die Landwirtschaft. Audio: Franziska Boser

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