Testsprengung unter der Museggmauer

Messung der Erschütterung beim Bau eines möglichen Parkhauses

Andreas Steiger (li.), Bauingenieur und zwei der Sprengmeister vor dem Eingang in den ehemaligen Stadtrat-Bunker Testsprengung zur Messung der Erschütterungen für den Bau des geplanten Musegg-Parkhauses Testsprengung zur Messung der Erschütterungen für den Bau des geplanten Musegg-Parkhauses Adrian Gasser, Sprengmeister, zeigt den Sprengstoff Testsprengung zur Messung der Erschütterungen für den Bau des geplanten Musegg-Parkhauses Warnsignal vor den Sprengungen Der Zünder wird manuell aufgeladen und dann ausgelöst Mit diesen Geophones werden die Erschütterungen gemessen Andreas Steiger, Bauingenieur mit dem Plan, wo die Geophones angebracht wurden Messgerät für die Erschütterungen Die Museggmauer und auch alle anderen Gebäurde haben die Testsprengungen schadlos überstanden

Wenn das geplante Musegg-Parkhaus tatsächlich gebaut wird, dann würde der Berg unterhalb der Museggmauer ausgehöhlt. Mit Testsprengungen wurde heute geprüft, ob die Erschütterungen keine schädlichen Auswirkungen auf die Museggmauer und die weiteren Gebäude haben.

Direkt neben dem Musegg-Schulhaus befindet sich der sogenannte Stadtrats-Bunker. Dieser Bunker wurde zu Zeiten des zweiten Weltkriegs als Rückkzugsort für die Luzerner Stadtregierung angelegt. Wirklich in Betrieb war er jedoch nie. Und dieser Bunker bietet für die Testsprengungen optimale Umstände. Man sei direkt unterhalb des Mauerwerks, habe Einsicht in den Fels und optimale Umstände, so André Marty, Gesamtprojektleiter des Musegg-Parking. Mit den Testsprengungen führt man sogenannte Erschütterungsversuche durch. Sie erfolgen in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege und dienen dem Nachweis, dass weder die Museggmauer noch benachbarte Gebäude bei den geplanten Bauarbeiten Schäden erleiden.

Sprengstoff unterirdisch – Geophone oberirdisch
Die Sprengungen erfolgten im bestehenden Museggstollen und rund  5.5 Meter unterhalb der Museggmauer. Damit liegt der Ort der Testsprengungen weniger tief als das künftige mögliche Musegg-Parking, welches überall 8 bis 35 Meter unter der Mauer und des Musegghügels entstehen würde. Insgesamt wurden 12 sogenannte Geophones, Messgeräte für die Erschütterungen, oberirdisch an Gebäuden angebracht. 6 davon an der Museggmauer, die weiteren an Schulen, Wohnhäuser und Liegenschaften. Die gemessenen Erschütterungen liegen weit unter den erwarteten Mindestwerten. Damit besteht zum heutigen Zeitpunkt keine Annahme, dass es bei den Bauarbeiten zu Beschädigungen kommen sollte.

Ob es aber überhaupt zu Sprengungen und Bauarbeiten für das Musegg-Parking kommt, das ist im Moment noch offen. Als nächstes wird voraussichtlich im Herbst die Luzerner Stadtregierung über das Projekt entscheiden. Das letzte Wort wird dann aber beim Stimmvolk liegen.

Audiofiles

  1. Testsprengung für Parkhaus Musegg. Audio: Philipp Breit

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