Südostbahn möchte Gotthard-Bergstrecke betreiben

Nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels droht die Schliessung

Nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels droht der alten, historischen Bergstrecke über den Gotthard die Schliessung. Ende 2017 läuft die Konzession der SBB für die Betreibung dieser Zugstrecke aus und die SBB spielt mit dem Gedanken, diese nicht mehr weiter zu betreiben. Nun herrscht dank der Südostbahn Hoffnung, dass diese weiter bestehen bleibt.

"Es wäre schade, wenn eine solche historische und auch wunderschöne Zugstrecke verschwinden wurden", so Thomas Küchler, Geschäftsführer der Südostbahn SOB. Die SOB hat bereits vor gut zwei Jahren ein entsprechendes Konzept aufgegleist, welches die Übernahme dieser Bergstrecke von der SBB vorsieht. Man wolle einerseits die Tourismusregion stärken, andererseits aber auch die Anbindung der Berggemeinden sicherstellen, so Thomas Küchler weiter.

Abwechselnd von Basel, Zürich und Luzern direkt nach Lugano
Der «Korridor Gotthard», wie die SOB das Projekt nennt, sieht verschiedene Streckenanbindungen vor. Diese führen dann direkt von Zürich und Basel nach Lugano. Für Reisende ab Luzern gibt es zwei Möglichkeiten.

Angebot 1
Direktverbindung Zürich - Lugano. Von Basel und Luzern herkommend muss man in Arth Goldau in den Zürcher-Zug umsteigen um ins Tessin zu gelangen.

Angebot 2
Direktverbindung Basel - Lugano. Von Zürich und Luzern herkommend muss man in Arth Goldau in den Basler-Zug umsteigen um ins Tessin zu gelangen.

Angebot Luzern 1
Einmal pro Stunde fährt ein Zug direkt von Luzern nach Lugano durch den neuen Gotthardbasistunnel.

Angebot Luzern 2
Alle zwei Stunden hat man die Möglichkeit von Luzern her kommend in Arth Goldau umzusteigen und über die alte Bergstrecke ins Tessin zu reisen.

Die Zugverbindungen ab Basel und Zürich nach Lugano gehen immer durch den neuen Gotthardbasistunnel. Möchte man die Reise über die Bergstrecke wählen, so muss in Arth Goldau umgestiegen werden.

Bund vergibt Konzession neu
Die Konzession (Bewilligung) der SBB für die Betreibung der Bergstrecke läuft noch bis Ende 2017. Anschliessend wird diese neu vergeben. Da die SBB zurzeit nicht plant, die Bergstrecke weiter zu betreiben, möchte die SOB einspringen. Nebst der SOB können sich auch weitere Bahngesellschaften um eine Konzession für diese Strecke bewerben.

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