Kanton Luzern prüft Steuerfuss-Erhöhung

Die Luzerner Regierung muss noch 280 Millionen Franken einsparen

Der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann

Im Kanton Luzern will die Regierung die Finanzen nun vermutlich doch mit einer allgemeinen Steuerfusserhöhung ins Lot bringen. Dies heisst es in einer Mitteilung. Bis in drei Jahren muss die Regierung für einen ausgeglichenen Haushalt noch 280 Millionen Franken sparen. 

Die Luzerner Regierung hatte einen höheren Steuerfuss bis jetzt immer als letzte Möglichkeit bezeichnet, nun haben sich die Vorzeichen jedoch nochmals verschärft. Die Einnahmen aus dem Finanzausgleich vom Bund dürften bis 2019 nochmals massiv zurückgehen und zwar um bis zu 190 Millionen Franken. Dazu kommen immer noch offene Einsparungen von 90 Millionen Franken aus dem geplanten Sparpaket KP17. Total kommt die Luzerner Regierung daher auf 280 Millionen Franken, welche bis 2019 eingespart werden müssen. Eine Steuerfusserhöhung dürfte daher nicht mehr zu verhindern sein.

Nach wie vor nichts wissen will die Regierung von der Volks-Initiative «Für faire Unternehmenssteuern». Diese würde Arbeitsplätze gefährden, so die Regierung. 

Audiofiles

  1. Sparpläne des Kantons Luzern. Audio: Urs Schlatter
  2. Der Kanton Luzern muss noch mehr sparen. Audio: Urs Schlatter

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