München: Es war ein Amoklauf ohne Bezug zum IS

18-jähriger Deutsch-Iraner war Einzeltäter ohne Terrorbezug

Die bayerische Hauptstadt München.

Der 18-jährige Deutsch-Iraner, welcher gestern Abend in München 10 Menschen erschoss und weitere 27 teilweise schwer verletzte, war ein Einzeltäter. Wie die deutschen Behören heute an einer Medienkonferenz mitteilen, bestand auch kein Zusammenhang zum Isalmischen Staat IS.

Bei Durchsuchungen im Zimmer des Schülers habe man Unterlagen zum Thema Amok gefunden. "Mit dem Thema hat sich der Täter offenbar intensiv beschäftigt", sagte Hubertus Andrä, Polizeipräsident heute an einer Pressekonferenz. Darum geht die Münchner Staatsanwaltschaft davon aus, dass es sich bei der Tat um einen klassischen Amoklauf handelt.

Nach Angaben der Ermittler soll der Attentäter auch eine Erkrankung "aus dem depressiven Formenkreis" gehabt haben, wie Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sagte. Details liegen den Ermittlern nicht vor. Polizeipräsident Andrä sagte weiter, es habe keine weiteren Täter geben, der 18-Jährige sei ein Einzeltäter. "Tat und Täter haben überhaupt keinen Bezug zum Thema Flüchtlinge", stellte er klar. Auch könne ein Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat IS ausgeschlossen werden.
 

Kommentieren

comments powered by Disqus