Münchner Attentäter schoss wahllos

Der Amokläufer hatte seine Opfer offenbar nicht gezielt ausgesucht

Der Münchner Täter hatte fast 60 Schüsse abgegeben

Der Amokläufer von München hatte seine Opfer nach den bisherigen Ermittlungen nicht gezielt ausgesucht. Das teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Sonntag mit. Einen politischen Hintergrund schloss sie klar aus. Es habe sich bestätigt, dass der 18-Jährige wegen einer psychiatrischen Erkrankung behandelt wurde, hiess es weiter. In der Wohnung habe man ärztliche Behandlungsunterlagen gefunden, die auf eine Angststörung und Depressionen hindeuteten. Der junge Mann habe sich sowohl in stationärer als auch ambulanter Behandlung befunden. Zudem habe man auch Medikamente gefunden. Der Amokläufer habe ein schriftliches "Manifest" zu seiner Tat verfasst. Dieses habe er während eines Jahres vorbereitet. Bei der Bluttat am Freitagabend hatte der Deutsch-Iraner vor einem Einkaufszentrum in München neun Menschen erschossen. Später richtete er sich selbst. Alle Opfer - bis auf eine 45-jährige Frau - waren zwischen 15 und 20 Jahre alt.

Kommentieren

comments powered by Disqus