Oberwiler Gewitterregen: Wald hat grössere Schäden verhindert

Der Wald bot zwar Schutz vor grösseren Sturzfluten, hat selber jedoch erheblich Schaden genommen

Ein von Oberflächenwasser ausgelöster Rutsch erstreckt sich bis auf die Waldstrasse Eine Waldstrasse rutschte teilweise in die Tiefe Eine abgerutschte Böschung, mit starker Beschädigung der talseitigen Mauer

Der starke Gewitterregen vom vergangenen Sonntagabend, 24. Juli, blieb für Oberwil bei Zug nicht ohne Folgen. Der Wald bot zwar Schutz vor zerstörerischen Sturzfluten, hat selber jedoch erheblich Schaden genommen. Die Schadstellen werden nun in den nächsten Wochen vom Amt für Wald und Wild und der Korporation Zug saniert. Die Sanierungskosten belaufen sich schätzungsweise auf rund 150'000 Franken.

Am Sonntagabend gingen über Oberwil starke Gewitterregen nieder. Obwohl der durchlässige Waldboden ähnlich einem Schwamm viel Wasser aufnehmen und so die zerstörerische Wucht der Sturzfluten eindämmen konnte, floss viel Wasser über die steile,n bewaldeten Hänge, welche sich vom Zugerberg bis nach Oberwil erstrecken. Dabei lösten sich zahlreiche Stellen im Wald, Murgänge rutschten auf Waldstrassen nieder, Böschungen von Waldstrassen verloren ihren Halt und rissen auch Teile der Strasse in die Tiefe. Die Bäche füllten sich schnell und schwemmten grosse Mengen an Geröll, Erde und Holzteile mit sich. Der Mupfibach und der Steinibach richteten zudem beträchtliche Schäden an Liegenschaften an und machten die Kantonsstrasse vorübergehend unpassierbar. 

In den nächsten Wochen werden das Amt für Wald und Wild und die Korporation Zug als Eigentümerin des Waldes zahlreiche Schadstellen sanieren. «Es muss gewährleistet sein, dass die Bäche wieder geordnet abfliessen, rutschanfällige Hänge stabilisiert und Waldstrassen ungehindert benutzbar sind, damit die Pflege des so wichtigen Schutzwaldes oberhalb der Siedlungen von Oberwil, der Bahnlinie und der Kantonsstrasse kontinuierlich weitergeführt werden kann», so Kantonsförster Martin Winkler vom Amt für Wald und Wild. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich schätzungsweise auf rund 150'000 Franken und werden vom Kanton und der Korporation Zug gemeinsam getragen.

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