Kloster Werthenstein soll wieder auf festem Grund stehen

Der Kanton Luzern sichert den Felsen unter dem Baudenkmal

Kloster Werthenstein Wallfahrtskirche und -Kloster Werthenstein

Der Kanton Luzern lässt den Felsen unter dem Kloster Werthenstein sichern. Rund ein halbes Jahr lang sollen die Arbeiten dauern.

Die Kleine Emme hat dem Felsen unter dem Kloster Werthenstein zugesetzt. Deshalb hat sich der Kanton Luzern als Liegenschaftseigentümer für eine Felssicherung entschieden. 

Steter Tropfen höhlt den Stein

Das Wasser der kleinen Emme habe das weiche Felsgestein immer mehr untergraben, erklärte Projektleiter Theo Tanner von der zuständigen kantonalen Dienststelle Immobilien. "Die Felsabbrüche haben deshalb in den vergangen Jahren zugenommen." Durch die ständige Erosion sei der Felsen immer kleiner geworden. "Zeitzeugen berichteten, dass man vor Jahrhunderten mit der Kutsche um das Kloster habe fahren können", so Tanner. Davon sei man schon lange weit entfernt. Das über der Flussbiegung trohnende Kloster Werthenstein komme dem Abgrund immer näher. 

Wichtig für Hochwasserschutz

Die Felsabbrüche können auch für die umliegende Gegend gefährlich werden. "Durch die Gesteinsmassen in der kleinen Emme wird die Durchflussmenge kleiner", sagt Theo Tanner. Das sei dem Hochwasserschutz nicht gerade förderlich. Eine Felssicherung sei deshalb auch aus Gründen des Bevölkerungsschutzes angezeigt.

5 Millionen Franken

Geplant sind Felsabtragungen, Netze und Betonverankerungen. Die Vorarbeiten beginnen laut dem Kanton Luzern bereits nächste Woche. Die Hauptarbeiten dauern von Oktober bis im Frühling. Die Felssicherung kostet den Kanton Luzern knapp 3 Millionen Franken. Rund 2 Millionen Franken bezahlt der Bund, da es sich um ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung handelt. 

Audiofiles

  1. Felssicherung: Das Kloster Werthenstein soll wieder auf festem Grund stehen. Audio: David von Moos

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