Direkte Schiffsverbindung für den Bürgenstock geplant

Die Verhandlungen zwischen der Schifffahrtsgesellschaft und den Betreibern des Resorts laufen

Blick von Kehrsiten auf den Vierwaldstättersee

Zwischen der Stadt Luzern und der Talstation der Bürgenstock-Standseilbahn in Kehrsiten soll bis spätabends regelmässig ein Shuttle-Schiff verkehren. Für die neue Verbindung soll ein neues Schiff gebaut werden.

Zwischen dem Bürgenstock-Resort und der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee SGV laufen entsprechende Verhandlungen, wie Recherchen von Radio Pilatus zeigen. Die SGV wäre laut Martin Wicki, Leiter Geschäftsbereich Schifffahrt bei der SGV, bereit für die Wiederanbindung des Bürgenstocks und sogar für die Errichtung einer eigenen Linie Luzern - Kehrsiten-Bürgenstock. Dazu müsste man allerding ein neues, schnelleres Schiff bauen. Ein solches sei auf dem Papier bereits geplant, so Martin Wicki.

Platz für bis zu 300 Passagiere

Das Schiff soll bis zu 300 Passagiere befördern können und stündlich hin und her pendeln. "Es wäre die schönste, komfortabelste und auch schnellste Verbindung auf den Bürgenstock, und das vom Verkehrsknotenpunkt Luzern aus", so Martin Wicki. Nur sei noch nicht klar, wer das neue Schiff, den Betrieb der Linie und den Unterhalt des Schiffs finanziere. Das müsse zuerst geklärt werden. Die Gespräche dazu seien im Gang, bestätigte Stefan Schulthess, Direktor der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV).  

Resort-Betreiber wollen ein Extra-Schiff

Man sei mitten in den Verhandlungen, bestätigte auch der Marketingverantwortliche des Bürgenstock-Resorts, Steve Nikolov. Nach Ansicht der Resort-Betreiber wäre die Anbindung durch ein Schiff immer noch am attraktivsten: Eine solche sei für die Touristen und auch für die ganze Region Vierwaldstättersee eine Bereicherung. Es sei aber noch nichts endgültig entschieden, was das Schiff anbelangt. Man sei aber zuversichtlich, dass das Schiff kommen werde, so Steve Nikolov.

Doppelerschliessung unerwünscht

Einzelheiten der laufenden Verhandlungen wollten die Verantwortlichen noch keine nennen. Sicher ist: Zumindest vom Kanton Nidwalden gibt es kein Geld für den Betrieb der geplanten Schiffsverbindung. Man habe auf die Buslinie gesetzt und das bleibe auch so, bestätigte Hanspeter Schüpfer, Bereichsleiter öffentlicher Verkehr vom Baudepartement des Kantons Nidwalden, auf Anfrage von Radio Pilatus: "Eine Doppelerschliessung ist ausgeschlossen." 

Entscheid noch im Herbst

Schüpfer verwies auf den laufenden Ausbau der Bürgenstockstrasse mit Ausweichstellen, die Grundlage seien für eine optimale Erschliessung mit dem Bus. Ab Juli 2017, zeitgleich mit der geplanten Eröffnung des Resorts, würden die Busse 20 Mal am Tag von Stansstad auf den Bürgenstock und zurückfahren, so Hanspeter Schüpfer weiter. Eine Erschliessung des Resorts über den See durch die SGV über den Ausbau des Kursangebotes mit einem Shuttle-Schiff ist also vor allem von den Resort-Betreibern und der SGV abhängig. Ob die neue Schiffsverbindung definitiv kommt, wollen die Verantwortlichen noch im Herbst bekanntgeben.

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