Der Winkel in Horw gibt zu diskutieren

Am 25. September wird über den Bebauungsplan abgestimmt

Der Winkel in Horw

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  1. Der Bebauungsplan Winkel in Horw gibt zu diskutieren. Audio: Fabian Kreienbühl

Am 25. September stimmt Horw über den Bebauungsplan Winkel ab. Darin werden die planungsrechtlichen Grundlagen und Rahmenbedinungen für zukünftige Bauprojekte im Ortsteil Winkel festgelegt. Dieser Plan gibt in der Gemeinde aber heftig zu diskutieren.

Der Winkel ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte und der Entwicklung von Horw und damit etwas ganz Besonderes für die Horwer Bevölkerung. Er gehört zu den ältesten Dorfteilen der Gemeinde und umfasst unter anderem ein Erholungsgebiet mit einer Badi und das Naturschutzgebiet Steinibachried.

2010 hat die Mehrheit der Stimmberechtigten der Totalrevision der Ortsplanung zugestimmt und damit Ja gesagt zur Kernzone Winkel, dem Erhalt von Bauland und zur Bebauungspflicht. Inwzischen hat der Gemeinderat seine Verantwortung für das Gebiet Winkel wahrgenommen und in einer Arbeitsgruppe einen Bebauungsplan ausgearbeitet.

Grundlage für zukünftige Bauprojekte

Der Bebauungsplan schafft die rechtlichen Voraussetzungen für zukünftige Bauprojekte im historischen Ortsteil Winkel und regelt die Bebauung und die Erschliessung der einzelnen Bauparzellen. Geplant sind unter anderem vier Mehrfamilienhäuser mit total 15 Wohnungen im Baubereich Süd in der Nähe des Seehotels Sternen. Dabei soll gemäss dem Gemeinderat der historische Dorfkern Winkel bewahrt und das Naturschutzgebiet Steinibachried geschützt bleiben. Der öffentliche Zugang zum See soll erhalten bleiben und dem Gasthaus Sternen sollen Zukunftsperspektiven ermöglicht werden. Mit den geplanten Mehrfamilienhäusern möchte man eine massvolle Bebauung und Entwicklung zulassen.

Der Bebauungsplan wurde von mehreren kantonalen Stellen vorgeprüft und sei zweckmässig und rechtmässig und sollte dementsprechend auch so umgesetzt werden, so Thomas Zemp, Vorsteher des Baudepartements der Gemeinde Horw.

Ablehnung seitens der Natur- und Landschaftsschutzverbände sowie des Quartiervereins Winkel

Mit dem Bebauungsplan sind aber nicht alle einverstanden, darunter vor allem verschiedene Natur- und Landschaftsschutzverbände sowie der Quartierverein Winkel. Die geplanten Mehrfamilienhäuser seien klotzige Wohnblöcke und würden das historische Ortsbild verunstalten, so die Präsidentin des Quartiervereins, Susanne Wicki. Es gehe aber schlussendlich nicht nur um ein konkretes Bauprojekt, sondern um allgemeine Rahmenbedinungen für zukünftige Bauten. Der Plan nehme zu wenig Rücksicht auf das historische Ortsbild, auf das geschützte Steinibachried und auf die öffentlichen Interessen, so Wicki weiter.

Eine Stimmrechtsbeschwerde des Nein-Komitees wurde vom Regierungsrat abgewiesen. Die Abstimmung über den Bebauungsplan der Kernzone Winkel findet dementsprechend wie geplant am 25. September statt. 

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