Horw lehnt Bebauungsplan Winkel ab

Fast 60 Prozent stimmten dagegen

Der Winkel in Horw

In der Gemeinde Horw darf in der Nähe des Naturschutzgebiets beim Winkel nicht dichter gebaut werden. Die Stimmbevölkerung hat mit fast 60 Prozent Nein-Stimmen den Bebauungsplan für die Kernzone Winkel abgelehnt.

Insgesamt stimmten 3'168 Personen gegen die Vorlage, 2'185 stimmten dafür. Die Stimmbeteiligung lag bei 57 Prozent. Mit dem Nein des Stimmvolks sind im Winkelquartier im Dorfkern und am See vorerst keine Ersatzbauten oder neue Gebäude möglich. Zahlreiche Anwohner und Umweltbände, die gegen den Bebauungsplan Einsprache erhoben hatten, sahen das historische Ortsbild und die Natur am See bedroht. Sie hielten den neuen Bebauungsplan für zu dicht.

Der Gemeinderat muss nun prüfen, ob ein neuer Bebauungsplan ausgearbeitet oder der Zonenplan und das Baureglement angepasst werden sollen. Die Exekutive und das Gemeindeparlament hatten sich für eine "massvolle Weiterentwicklung" des Siedlungs- und Naherholungsgebiets ausgesprochen. Mit neuen Sonderbauvorschriften hätte die Realisierung mehrerer Ersatz- und Neubauten im Winkelquartier im Grundsatz ermöglicht werden sollen. Unter anderem sind auf unbebautem Bauland vier neue Gebäude mit 15 Wohnungen sowie eine Tiefgarage geplant.

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