Stadt Luzern: Eine Wahl, die keine ist

Franziska Bitzi (CVP) dürfte am 27. November in die Stadtregierung gewählt werden

Die drei Kandidierenden für die Stadtregierungs-Ersatzwahlen am 27. November.

Nun ist es definitiv: Drei Kandidierende wollen die Nachfolge des zurücktretenden Luzerner Finanzdirektors Stefan Roth (CVP) antreten. Ins Rennen steigen Franziska Bitzi Staub (CVP), Thomas Schärli (SVP), und Ruedi Schweizer (parteilos). Am Mittag ist die Eingabefirst abgelaufen.

Die CVP setzt alles daran, ihren Sitz in der Stadtregierung verteidigen zu können. Die Chancen stehen gut. Parteiintern setzte sich die 43-jährige Juristin Franziska Bitzi Staub gegenüber drei weiteren Kandidatinnen nach vier Wahlgängen durch. Bitzi Staub ist seit 2014 Generalsekretärin der Direktion des Innern im Kanton Zug. Zuvor war sie neun Jahre im Finanzdepartement des Kantons Luzern. Daneben ist die im Entlebuch aufgewachsene Christdemokratin Verwaltungsrätin der Clientis EB Entlebucher Bank. Bitzi Staub ist seit 2004 Mitglied des Grossen Stadtrats und präsidiert dort die CVP-Fraktion. Sie ist verheiratet und kinderlos.

Die SVP schickt Thomas Schärli ins Rennen

Herausgefordert wird die CVP unter anderem von der SVP, die den Einzug in die Stadtregierung endlich schaffen will. Richten soll es Thomas Schärli. Der 36-Jährige lebt im Stadtteil Littau. Der gelernte Elektromonteur und technische Kaufmann ist Vater von vier Kindern. 2011 wurde er in den Kantonsrat gewählt, seit 2012 ist er im Vorstand der SVP Stadt Luzern. Schärli wollte bereits bei der ersten Runde der Luzerner Stadtratswahlen im Mai dieses Jahres antreten. Bei der internen Ausmarchung zog er seine Kandidatur dann aber zurück und liess dem Parteipräsidenten Peter With den Vorrang. Dieser verpasste den Sprung in die Stadtregierung aber deutlich.

Der Parteilose Rudolf Schweizer dürfte keine Chancen haben

Erneut wissen will es aber auch der parteilose Rudolf Schweizer. Der 53-jährige Karrosseriespengler kandidierte in Luzern schon für zahlreiche politische Ämter - auch für den Stadtrat. Der politische Quereinsteiger blieb aber jeweils chancenlos. Er setzt sich dafür ein, dass "nicht nur von oben herab" geplant wird, sondern auch "von unten hinauf" gedacht wird, wie er auf seiner Internetseite schreibt. Die Ersatzwahl findet am 27. November statt. Stefan Roth war im Juni als Luzerner Stadtpräsident abgewählt worden und erst im zweiten Wahlgang als Stadtrat bestätigt worden. Rot entschied sich dann im August zum kurzfristigen Rücktritt, da ihm der Vertrauensentzug der Wählerschaft zugesetzt habe.

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